Northvolt erhält 400 Millionen US-Dollar von kanadischem Pensionsfonds

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Iris Martinz
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Batterieproduktion ist wohl ein gutes Investment: Der kanadische Pensionsfonds IMCO hat kürzlich 400 Millionen US-Dollar in Form von Wandelanleihen in den schwedischen Batteriehersteller Northvolt investiert. Damit fixierte der Fonds seinen bisher größten Deal in Europa. Das berichtet das Finanzportal Reuters.

An Northvolt sind bereits die deutschen Autohersteller BMW und Volkswagen beteiligt. Im letzten Jahr wurden die ersten Zellen aus der Gigafactory im schwedischen Skelleftea geliefert. Seit 2017 hat das Unternehmen bereits mehr als 8 Milliarden Dollar an Kapital eingesammelt, um Europas größter Batteriefertiger zu werden. 1,1 Milliarden US-Dollar wurden zuletzt in Form von Wandelanleihen von verschiedenen Investoren beigesteuert – nun kommen weitere 400 Millionen US-Dollar der Canada Investment Management Corporation of Ontario (IMCO) hinzu. Für den Fonds, für den 110 Investment-Mitarbeiter arbeiten, stellt dies das größte Investment bisher in Europa dar.

Wandelanleihen – Fremdkapital, das zu vorher festgelegten Konditionen in Eigenkapital umgewandelt werden kann – erfreuen sich gerade bei Privatunternehmen immer größerer Beliebtheit. Sie ermöglichen es dem Unternehmen, den Wert ihres Eigenkapitals nicht explizit angeben zu müssen. Die Bewertungen auf privaten Märkten sind zuletzt stark gesunken, seit die Zentralbanken vor 18 Monaten mit massiven Zinserhöhungen begonnen haben. IMCO erhält über die Wandelanleihe regelmäßige Zinszahlungen und ist gegen Verluste abgesichert. Der Deal ist nur der Anfang von verstärkten Aktivitäten des Fonds in Kontinentaleuropa und Großbritannien, der insgesamt mehr als 73 Milliarden US-Dollar in verschiedenen Anlageklassen verwaltet. Der Umstand, dass der Infrastrukturleiter bei IMCO, Matthew Mednes, zuvor CEO des britischen Batteriespeicherunternehmens Pulse Energy war, hat wohl auch zur Auswahl von Northvolt beigetragen.

Der Fonds investiert zunehmend in Zukunftsthemen wie die Transformation zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und die Restrukturierung der globalen Zulieferketten. Northvolt passe sehr gut in dieses Investmentschema, wie Rossitsa Stoyanova, Chief Investment Officer bei IMCO bestätigt: „Egal ob Northvolt öffentlich wird oder privat bleibt, wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und sind mit dem Investment sehr glücklich„. Ein Börsegang mit einer Kapitalisierung von mehr als 20 Milliarden US-Dollar steht im Raum. Weitere Finanzierungspläne will Northvolt in der nahen Zukunft präsentieren. Geld wird Northvolt brauchen, will man doch mehrere Milliarden Euro in den Bau von Batteriewerken in Deutschland und Kanada investieren.

Quelle: Reuters – Exclusive: Canadian pensions manager invests $400 million in Swedish battery maker Northvolt

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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