Mercedes-AMG erweitert die Familie des viertürigen GT Coupés um ein neues Einstiegsmodell. Der GT 53 4-Türer Coupé kombiniert nach Angaben des Herstellers klassische AMG-Fahrdynamik mit einer Reichweite von über 800 Kilometern und schnellem Laden an 800-Volt-Säulen. Damit positioniert sich das Modell als zugänglicherer Einstieg in die GT-Baureihe, ohne bei Fahrleistungen oder Ladeleistung sichtbare Abstriche zu machen.
Dr. Stefan Weckbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH, beschreibt den Wagen als Fahrzeug, das „die souveräne Kraft des Antriebs mit der emotionalen Schärfe“ verbinde, die für die Marke charakteristisch sei.
Zwei Synchronmotoren mobilisieren gemeinsam bis zu 400 kW (544 PS) Spitzenleistung bei einem maximalen Drehmoment von 800 Nm. Die Dauerleistung liegt bei 270 kW (367 PS). Der Sprint aus dem Stand auf 100 km/h gelingt in 3,5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 230 km/h begrenzt und lässt sich mit dem optionalen AMG Driver’s Package auf 250 km/h anheben. Während die permanenterregte Synchronmaschine an der Hinterachse mit einem Wirkungsgrad von 93 Prozent auf der Langstrecke arbeitet, fungiert der Frontmotor als zuschaltbarer Boost-Antrieb, der bei geringer Last zugunsten der Effizienz entkoppelt wird. Ein Zweigang-Getriebe sorgt für die Kombination aus Beschleunigung im ersten Gang und Reichweite im zweiten.
Grundlage für die Fahrleistungen ist eine 800-Volt-Plattform und Batterie mit 106 kWh nutzbarer Kapazität. Die zylindrischen Rundzellen sind direkt gekühlt, was laut Mercedes-AMG eine gleichmäßige Temperierung ermöglicht und zur Langlebigkeit beiträgt. Insgesamt 2660 Zellen mit NCMA-Kathoden- und siliziumhaltiger Anoden-Chemie sind in 18 Modulen verbaut und erreichen eine Energiedichte von rund 298 Wattstunden pro Kilogramm. Für die Wärmeregulierung aller Komponenten ist ein zentrales Bauteil namens Central Coolant Hub zuständig, das Kühlleistung je nach Bedarf gezielt zwischen Batterie, Antriebseinheiten und Ladeeinheit verteilt.
Mercedes AMG GT 53 4-Türer Coupé: Laden in zehn Minuten für über 500 Kilometer
An 800-Volt-Schnellladesäulen ist eine Ladeleistung von bis zu 600 kW möglich. In zehn Minuten sollen sich so über 534 Kilometer Reichweite nachladen lassen. Wo die Infrastruktur eingeschränkt ist, wechselt das System automatisch in einen 400-Volt-Modus und ermöglicht das Laden auch an entsprechenden Säulen. Für die Praxis bedeutet das eine Ladeflexibilität, die auf längeren Strecken sowohl schnelles Nachladen als auch Fahrten abseits gut ausgebauter Schnelllade-Netze erlaubt.

Akustisch setzt Mercedes-AMG im Fahrprogramm AMGFORCE Sport+ auf einen digital nachgebildeten Sechszylinder-Sound, der sich am früheren 3,0-Liter-Reihensechszylinder des Mercedes-AMG E 53 Coupé orientiert. Für die Nachbildung nahmen die Akustik-Spezialisten den Klang an 16 Mikrofonpositionen auf und führten mehr als 100 Messungen auf dem Rollenprüfstand durch. Simulierte Schaltvorgänge lassen sich im aktivierten Programm auch über Lenkradpaddles manuell auslösen, begleitet von einem angepassten Fahrerdisplay im Zentraltuber-Design.
Für die Fahrwerksabstimmung kommt das AMG RIDE CONTROL Fahrwerk mit Luftfederung und adaptiver Dämpfung zum Einsatz, das zwischen den Stufen Comfort, Sport und Sport+ wechseln kann. Der Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+ verteilt die Antriebskraft variabel zwischen Vorder- und Hinterachse, ergänzt durch Torque Vectoring an der Hinterachse. Karosserieseitig fällt das Modell im Vergleich zum Vorgänger 4 Zentimeter flacher aus, trotz der im Unterboden verbauten Batterie. Zur Aerodynamik tragen ein serienmäßiger, in seinem Anstellwinkel variabler Heckspoiler sowie ein optionaler Heckdiffusor bei, die je nach Geschwindigkeit und Fahrsituation automatisch angesteuert werden.
Quelle: Mercedes-AMG – Pressemitteilung









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