Mercedes-AMG plant 27 neue Modelle bis 2028

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Mercedes-AMG

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Mercedes-AMG hat sich ein ambitioniertes Wachstumsziel gesetzt: Bis 2030 sollen weltweit 200.000 Fahrzeuge pro Jahr verkauft werden. Das geht aus einer Investorenpräsentation hervor, die die Hochleistungsmarke von Mercedes-Benz im Mai in Los Angeles vorgestellt hat. Im vergangenen Jahr lieferte AMG rund 145.000 Einheiten aus, was bedeutet, dass das neue Ziel einem Zuwachs von knapp 38 Prozent entspricht. Zum Vergleich: 2015 lagen die Verkaufszahlen noch bei rund 69.000 Fahrzeugen.

AMG-Chef Michael Schiebe machte in einem Bloomberg-Interview im Juni deutlich, wie die Marke dieses Wachstum erreichen will. „Wir planen definitiv zu wachsen“, sagte er. „Wir haben sehr viele Entscheidungen getroffen. Alle Produkte befinden sich nun in der Entwicklung, und ihr müsst einfach gespannt bleiben, denn wir werden in den nächsten 36 Monaten mehr als 27 Autos nur für Mercedes-AMG auf den Markt bringen.“ Das Portfolio soll dabei unterschiedliche Fahrzeugklassen, Segmente und Antriebsarten abdecken.

Mehr als ein Drittel der AMG-Verkäufe entfällt auf die USA, einen der wichtigsten Einzelmärkte der Submarke trotz harter Konkurrenz durch BMW, Porsche und Audi. Mercedes-Benz USA-Chef Adam Chamberlain bezeichnete AMG als stabiles Fundament für den Automobilhersteller in Nordamerika. Das Wachstumsziel der Submarke soll zugleich dazu beitragen, das übergeordnete US-Ziel von 400.000 Einzelhandelsverkäufen jährlich bis Ende des Jahrzehnts zu erreichen. Ferner sieht AMG Potenzial in Europa, Asien und dem Nahen Osten.

Neuer V-8 und erstes reines Elektroauto als Wachstumstreiber

Ein wesentlicher Teil der Wachstumsstrategie basiert auf überarbeiteten Antrieben. Im zweiten Halbjahr 2026 soll ein neuer V-8-Motor eingeführt werden, ergänzt durch einen neuen Sechszylinder. Gleichzeitig reduziert AMG die Zahl der Motorvarianten von zehn auf vier. Der neue V-8 soll mehr Leistung bieten und gleichzeitig aktuelle sowie künftige Emissionsvorschriften erfüllen. Beide Verbrennungsmotoren wurden laut Schiebe gezielt auf die Bedürfnisse der US-Kundschaft ausgerichtet.

Den Einstieg in die Elektromobilität vollzog AMG im Mai mit der Präsentation des GT 4-Door Coupe. Das Fahrzeug verfügt über drei Axialfluss-Elektromotoren, die Schiebe zufolge künftig exklusiv AMG-Modellen vorbehalten bleiben. Die Marke positioniert das Auto als Elektroauto für Kund:innen, die beim Fahrerlebnis keine Abstriche machen wollen. US-Auslieferungen sind noch für 2026 geplant. Zwei weitere Modelle auf der elektrischen AMG-Architektur sollen folgen: ein SUV, der vollständig am Stammsitz in Affalterbach entwickelt wird, sowie eine SUV-Coupé-Variante.

Mercedes-AMG blickt auf starke Konkurrenz

AMG agiert in einem zunehmend besetzten Marktumfeld. BMWs M-Submarke gilt weiterhin als starker Wettbewerber, Audi bedient das Hochleistungssegment mit den Linien S und RS, und Cadillac setzt mit der V-Series auf Performance quer durch sein Portfolio. Genesis hat mit Magma eine eigene Leistungsmarke etabliert, und selbst Infiniti plant eine sportliche Variante des QX80.

Auf der Produktseite hat AMG bereits konkrete Vorhaben angekündigt. Im März präsentierte Mercedes-Benz Händler:innen den AMG G 63 Cabriolet, das erste Cabrio-Derivat des G-Wagens für den US-Markt, mit Auslieferung ab 2028. Für Ende 2027 ist eine leistungsstärkere 63-Variante des CLE Coupe vorgesehen. Zudem wird eine besonders exklusive Version des CLE als Teil der AMG Mythos-Sondereditionsserie erscheinen, auf 30 Exemplare limitiert und nach Angaben von Schiebe bereits vollständig reserviert. Abgerundet wird das Programm durch ein kommendes Black-Series-Modell, das als Homologationsfahrzeug für den GT3-Rennsporteinsatz dienen soll.

Quelle: Automobilwoche – Mercedes-AMG sets sights on 200,000 global sales with broad product push, new engines

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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