Mercedes plant elektrische A-Klasse mit 800-Volt-Technik

Mercedes plant elektrische A-Klasse mit 800-Volt-Technik
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Mercedes-Benz

Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 3 min

Die A-Klasse bleibt dem deutschen Automobilhersteller Mercedes offenbar doch länger erhalten – und soll in ihrer nächsten Generation erstmals auch als reines Elektroauto angeboten werden. Nachdem der Stuttgarter Automobilhersteller sein Einstiegsmodell ursprünglich zugunsten margenstärkerer Fahrzeuge auslaufen lassen wollte, wurde diese Strategie inzwischen offenbar korrigiert. Eine neue Generation auf Basis der Mercedes Modular Architecture (MMA) ist für 2028 vorgesehen.

Nach Informationen des französischen L’Automobile Magazine soll die fünfte Generation der A-Klasse technisch eng mit der neuen Kompaktfamilie rund um CLA, GLA und GLB verwandt sein. Erwartet wird ein Radstand von 2,79 Metern und eine Länge von rund 4,50 Metern. Damit würde die neue A-Klasse ein gutes Stück größer ausfallen als beispielsweise BMW 1er oder Audi A3. Über die genaue Karosserieform gibt es allerdings noch unterschiedliche Einschätzungen. Während das französische Magazin weiterhin von einem kompakten Fünftürer ausgeht, hält SmartDroid einen stärker in Richtung Crossover gehenden Ansatz für möglich.

Drei Batteriegrößen im Gespräch

Besonders interessant wird die neue A-Klasse mit Blick auf den Elektroantrieb. Dem Bericht zufolge sind Akkus mit 58, 71 und 85 kWh vorgesehen. Die kleinste Batterie soll Gleichstrom mit bis zu 200 kW aufnehmen können, die mittlere Variante mit bis zu 250 kW. Beim 85-kWh-Akku soll die Ladeleistung auf mehr als 300 kW steigen.

Grundlage dafür wäre die bereits aus anderen neuen Mercedes-Modellen bekannte 800-Volt-Architektur der MMA-Plattform. Gerade die größte Batterie dürfte entsprechend hohe Reichweiten ermöglichen. Konkrete WLTP-Werte werden bislang allerdings noch nicht genannt. Beim ebenfalls MMA-basierten CLA zeigt Mercedes bereits, welches Effizienz- und Langstreckenpotenzial die Plattform grundsätzlich bietet.

Ganz vom Verbrenner verabschieden soll sich die A-Klasse offenbar dennoch (zunächst) nicht. L’Automobile Magazine erwartet zusätzlich Mildhybrid-Versionen mit einem 1,5-Liter-Benziner und elektrischer Unterstützung. Die elektrische Variante wäre demnach Teil einer breiter aufgestellten Modellfamilie und nicht zwingend der alleinige Antrieb.

Günstigster Elektro-Mercedes kostet derzeit gut 46.000 Euro

Entscheidend dürfte letztlich auch der Preis werden. Denn ein wirklich günstiges Elektroauto hat Mercedes derzeit nicht im Programm. Günstigstes rein elektrisches Modell ist aktuell der neue GLA 200 elektrisch ab 46.169,62 Euro. Er verfügt über einen nutzbaren 58-kWh-Akku, schafft je nach Ausstattung bis zu 447 Kilometer nach WLTP und lädt mit maximal 200 kW. Der CLA 200 elektrisch startet mit 46.949,67 Euro nur knapp darüber.

Soll die A-Klasse ihre traditionelle Rolle als Einstieg in die Mercedes-Welt wieder ernsthaft übernehmen, dürfte sie preislich entsprechend unter diesen Modellen landen müssen. Gerade eine Variante mit 58-kWh-Akku könnte dafür die technische Grundlage bieten. Bis zum erwarteten Marktstart 2028 fließt allerdings noch viel Wasser den Neckar herunter, und viele Details können sich bis dahin ändern.

Quelle: L’Automobile Magazine – Future Mercedes Classe A : nos infos et images exclusives! / SmartDroid – A-Klasse neu gedacht: Mercedes bringt Einstiegsklasse als Elektroauto wieder

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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