Mercedes-AMG schärft die elektrische CLA-Baureihe deutlich nach. Der neue Mercedes-AMG CLA 45 4MATIC+ kommt mit drei Elektromotoren, bis zu 500 kW (680 PS) Leistung und maximal 1760 Nm Drehmoment. Dabei soll der elektrische Kompaktsportler trotz seiner enormen Leistung bis zu 679 Kilometer nach WLTP schaffen. Die Limousine ist in Deutschland ab 79.039 Euro erhältlich, der Shooting Brake startet bei 80.408 Euro. Bestellungen sind ab sofort möglich.
Technisch entfernt sich die AMG-Version deutlich von den bislang angebotenen CLA-Varianten. Zum Einsatz kommen drei Axialflussmotoren, davon zwei an der Hinterachse und einer vorne. Die Motoren lassen sich unabhängig voneinander ansteuern. An der Hinterachse kann das Drehmoment zudem gezielt zwischen den beiden Rädern verteilt werden. Daraus entsteht der vollvariable Allradantrieb AMG Performance 4MATIC+.
Von 0 auf 100 km/h geht es laut technischen Daten in 3,0 Sekunden. Bei der von Mercedes zusätzlich genannten Messung mit sogenanntem 1-Foot-Rollout sind es 2,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 250 km/h. Seine Fahrdynamik stellte der CLA 45 bereits auf der Nürburgring-Nordschleife unter Beweis: Mit 7:32,070 Minuten reklamiert Mercedes einen neuen Rekord in seinem Segment für das Modell.
94-kWh-Akku und 330 kW Ladeleistung
Bemerkenswert ist, dass AMG den zusätzlichen Leistungsanspruch nicht mit besonders eingeschränkter Langstreckentauglichkeit erkauft. Der nutzbare Energieinhalt des Akkus beträgt 94 kWh, die WLTP-Reichweite je nach Ausstattung zwischen 605 und 679 Kilometer. Mercedes gibt den kombinierten Verbrauch mit 16,1 bis 18,4 kWh/100 km an, der bei artgerechter Haltung aber deutlichst überboten werden dürfte. An einer geeigneten Schnellladesäule sollen bis zu 330 kW möglich sein, für den Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent nennt der Hersteller 22 Minuten.
Damit setzt der AMG grundsätzlich auf jene Elektroauto-Tugenden, die bereits beim deutlich gemäßigteren CLA 250+ im Test überzeugten. Dieser kam mit 200 kW (272 PS), Hinterradantrieb und 85 kWh nutzbarer Akkukapazität daher. Vor allem Effizienz und Langstreckentauglichkeit hinterließen einen starken Eindruck: Bei moderater Autobahnfahrt waren im Test 15 bis 16 kWh/100 Kilometer möglich, selbst bei sehr flotter Fahrweise blieb der Verbrauch unter 22 kWh. Auch Ladeleistungen von mehr als 320 kW konnten praktisch nachvollzogen werden.
Effizientes Fahren soll dennoch möglich sein
Beim AMG wächst der Akku somit um neun kWh, während die Systemleistung auf das Zweieinhalbfache steigt. Dass Mercedes dennoch WLTP-Verbräuche ab gut 16 kWh/100 km und Reichweiten von deutlich mehr als 600 Kilometern verspricht, zeigt, dass auch die Performance-Variante den Effizienzgedanken des neuen CLA grundsätzlich beibehalten soll.
Für die entsprechende Fahrdynamik erhält der CLA 45 ein speziell abgestimmtes AMG Ride Control Fahrwerk mit adaptiver Drei-Wege-Verstelldämpfung. Hinzu kommen aktive Aerodynamikelemente. Bei der Limousine verändert ein aktiver Heckspoiler abhängig von Fahrprogramm und Situation seine Stellung, beim Shooting Brake übernimmt diese Aufgabe ein entsprechend ausgelegter Dachkantenspoiler. Auch die Kühlerlamellen öffnen sich nur bei entsprechendem Kühlbedarf.
Optisch setzt sich das AMG-Modell unter anderem mit eigenen Kotflügeln, größeren Lufteinlässen, einer speziellen Heckgestaltung und optional beleuchtetem Performance-Kühlergrill ab. Mit einer Länge von 4,74 Metern bleibt der CLA 45 grundsätzlich ein kompakter Viertürer, ist mit 2355 Kilogramm Leergewicht allerdings alles andere als ein Leichtgewicht. Der Kofferraum fasst 390 Liter.
Quelle: Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 27. August 2026









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