Me Energy: Investoren an Bioethanol-Schnelllader interessiert

Me Energy: Investoren an Bioethanol-Schnelllader interessiert
Copyright:

me energy

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Mitte der Woche hatten wir berichtet, dass Me Energy Insolvenz anmelden und am 06.08.2024 die Liquidation des Unternehmens erwirken musste. Mittlerweile liegt eine Rückmeldung aus dem Unternehmen vor, das den Sachverhalt ein wenig verändert. Eine Liquidation liegt demnach nicht vor. Wie uns von Me Energy mitgeteilt wurde, „wurde nicht die Liquidation erwirkt, sondern eine Insolvenz in Eigenverwaltung durch das Amtsgericht genehmigt. Wie lange dieses Verfahren läuft, wird Anfang Oktober im entsprechenden Termin beim Amtsgericht Cottbus festgelegt. Der komplette Prozess verläuft in Zusammenarbeit mit Sachwaltung sowie M&A-Beratung.“ Ferner sei es so, dass der Geschäftsbetrieb mit den unvermeidlichen Einschränkungen eines Insolvenzverfahrens fortgesetzt wird.

Zudem gab uns Christian Schwenkenbecher, Head of Sales bei Me Energy, zu verstehen, dass bereits Gespräche mit mehreren interessierten Investoren geführt werden, beziehungsweise bis die Due-Dilligence angelaufen ist. Das Interesse an Schnellladern, bei denen Bioethanol in Ladestrom umgewandelt wird, sei gegeben. Somit könnte es auch künftig möglich sein, dass die Bioethanol-Schnelllader auch völlig autark zu betreiben sind. Im Jahr 2019 baute das Unternehmen nach eigenen Angaben erste derartige Stationen. Ein voller Energiespeicher liefert laut Me Energy 4000 kWh Ladestrom und kann damit Pkw, Lieferfahrzeuge und Busse versorgen.

Me Energy wollte Ladungen mit bis zu 150 Kilowatt ermöglichen. Im Inneren der Schnellladestation arbeitet ein spezieller Motor, der flüssiges Methanol nach eigenen Angaben schadstofffrei verbrennt, einen Generator antreibt und so Strom erzeugt. Vertriebsleiter Christian Schwenkenbecher äußerte sich gegenüber Elektroauto-News deutlich: „Der Kampf gegen den Klimawandel wird mit Hardware gewonnen. Um den dafür benötigten Produktionshochlauf zu ermöglichen, sind entsprechende Investitionen erforderlich. Dass diese sich auch im Hinblick auf die derzeitige Kapitalmarktsituation und dem schleppenden Markthochlauf der E-Mobilität in Deutschland oftmals weniger schnell rentieren, bedingt längere Gesprächsphasen mit interessierten Investoren. Marktseitig konnten wir so viele Kunden von unserer Lösung überzeugen, dass die Produktionskapazitäten kurz- und mittelfristig ausgelastet werden können.“

Wir werden die Entwicklungen um das Unternehmen weiter beobachten und entsprechend berichten.

Quelle: Me Energy – Per Mail / Austausch mit Christian Schwenkenbecher, Head of Sales Me Energy

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto laden

Elektroautos tankten 2025 bis zu 56 Prozent günstiger als Verbrenner

Elektroautos tankten 2025 bis zu 56 Prozent günstiger als Verbrenner

Michael Neißendorfer  —  

Die Antriebskosten von E-Autos waren im vergangenen Jahr wie schon in den Jahren zuvor deutlich niedriger als die von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.

Dynamische Netzentgelte entlasten Stromnetze und senken Kosten für Endkunden

Dynamische Netzentgelte entlasten Stromnetze und senken Kosten für Endkunden

Michael Neißendorfer  —  

Wie dynamische Netzentgelte im Verteilnetz umgesetzt werden können – und wie sie das Laden von Elektroautos günstiger machen.

E-Autos bei TCO im Schnitt mehr als 1000 Euro pro Jahr günstiger

E-Autos bei TCO im Schnitt mehr als 1000 Euro pro Jahr günstiger

Michael Neißendorfer  —  

Ein Verbrenner ist im Schnitt pro Jahr 1000 Euro teurer als ein Elektroauto. Mit Smart Metern wären E-Autos nochmal deutlich günstiger.

Wenn der E-Lkw seine Batterie an einem Tag dreimal leerfährt

Wenn der E-Lkw seine Batterie an einem Tag dreimal leerfährt

Michael Neißendorfer  —  

Mehr als 1000 km an einem Tag – und das mit einer Akkureichweite von nur 300 km: Ein Schweizer Logistiker zeigt, wie E-Lkw effizient eingesetzt werden können.

Umfrage zu E-Autos: Günstiger Strompreis sticht Kaufprämie aus

Umfrage zu E-Autos: Günstiger Strompreis sticht Kaufprämie aus

Michael Neißendorfer  —  

Für den Erfolg der Elektromobilität ist weniger die kommende Kaufprämie entscheidend, sondern vielmehr der Strompreis an der Ladesäule, so eine Umfrage.

Notstrom aus dem E-Auto: Was heute schon möglich ist

Notstrom aus dem E-Auto: Was heute schon möglich ist

Sebastian Henßler  —  

Oft ist PV-Strom da, wenn er gar nicht gebraucht wird. Ein Hersteller will nun E-Autobatterien als Energiespeicher nutzen.

Millionen Haushalte betroffen: T&E warnt vor Lade-Lücke in Mehrfamilienhäusern

Millionen Haushalte betroffen: T&E warnt vor Lade-Lücke in Mehrfamilienhäusern

Michael Neißendorfer  —  

Nach aktuellen Plänen bestehe die Gefahr, dass es keine Vorgaben für 5,6 Millionen Stellplätze in Mehrfamilienhäusern im Bestand gibt.