LG Chem baut größtes Werk für Kathodenmaterialien in den USA

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LG Chem

Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

LG Chem hat mit dem Bau einer Anlage für Kathodenmaterialien in den USA begonnen. Das Werk in Montgomery County in Clarksville, Tennessee, werde vor Ort essenzielle Materialien für Batterien herstellen, die für nordamerikanische Elektroautos vorgesehen sind. Es wird erwartet, dass die Anlage die größte ihrer Art in den USA sein wird: Sie soll in der Lage sein, pro Jahr Kathodenmaterialien für umgerechnet gut 600.000 Elektroautos mit einer Reichweite von 500 km herzustellen.

LG Chem will in der ersten Phase rund 2 Billionen Koreanische Won (KRW; etwa 1,5 Milliarden Euro) investieren, um die Kathodenanlage mit einer jährlichen Kapazität von 60.000 Tonnen aufzubauen. Der Start der Produktion der Materialien Nickel, Kobalt, Mangan und Aluminium in Massenproduktion ist für 2026 vorgesehen. Das Werk soll in enger Zusammenarbeit mit örtlichen Stromversorgern zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie von Wind und Sonne betrieben werden.

Für Abnehmer ist bereits gesorgt: LG Chem unterzeichnete bereits im vergangenen Jahr eine Vereinbarung über die langfristige Lieferung von 950.000 Tonnen Kathodenmaterialien mit dem US-Autokonzern General Motors (GM) und eine weitere im Oktober dieses Jahres im Wert von 2,9 Billionen KRW (gut 2,3 Milliarden Euro) für die US-Werke des japanischen Herstellers Toyota.

„Mit dem Werk in Tennessee wird LG Chem zweifellos zum führenden Anbieter von Kathodenmaterial in Nordamerika werden“, kommentiert LG Chems CEO Shin Hak-cheol. LG Chem verfolgt demnach „die Vision, das weltweit führende Unternehmen für Batteriematerialien zu werden und eine stabile Lieferkette aufzubauen, die in jeder Hinsicht widerstandsfähig ist„.

Tennessee bietet LG Chem zufolge gute geografische Voraussetzungen für Auslieferungen an Kunden sowie Rohstoffimporte. Mit dem Werk in den USA reagiert LG Chem auf den Inflation Reduction Act (IRA) der Biden-Administration und hilft somit seinen Kunden dabei, die Kriterien für die Steuergutschriften zu erfüllen, die nur dann gewährt werden, wenn der Großteil der Wertschöpfung eines Elektroautos innerhalb der Vereinigten Staaten erfolgt.

Darüber hinaus diskutiert LG Chem bereits die Zusammenarbeit mit einigen Batterierecyclingunternehmen aus den USA in Bezug auf ein weiteres Standbein in der Materialversorgung.

Quelle: LG Chem – Pressemitteilung vom 20.12.2023

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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