Kia ruft e-Niro wegen Brandgefahr zurück

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Arun Niemann
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  —  Lesedauer 2 min

Der Kia e-Niro ist ein vollelektrischer Kompakt-SUV, der bereits Ende 2018 auf den Markt gekommen ist und sich seitdem für den südkoreanischen Hersteller zu einem absoluten Verkaufsschlager entwickelt hat. Nun musste Kia jedoch einen Rückruf für das E-Auto bekanntgeben, da es bei manchen Fahrzeugen wohl einen Defekt im Batteriemanagementsystem gibt, welcher die Brandgefahr erhöhen kann, wenn das Fahrzeug lädt oder parkt.

Konkret sind e-Niro-Fahrzeuge betroffen, die vom 19. Mai 2020 bis 18. März 2022 produziert wurden. Das sind weltweit 14.117 Autos, von denen 11.331 in Europa zugelassen sind und 1791 in Deutschland. Die Rückrufaktion wird vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) überwacht und läuft unter dem herstellerinternen Aktionscode „261261“. Ursache ist eine unzureichende Überwachungslogik des Batteriemanagementsystems. Bei bestimmten Betriebsbedingungen kann es zu einem Kontrollverlust der Hochvoltbatterie kommen, woraus wiederum eine Überhitzung der Batteriezellen und somit ein erhöhtes Brandrisiko resultieren kann.

Was betroffene e-Niro-Halter jetzt tun müssen

Deutsche e-Niro-Besitzer werden von Kia kontaktiert, falls ihr Fahrzeug betroffen ist und müssen einen Termin in einer Kia-Vertragswerkstatt vereinbaren. Dort wird dann zunächst die für das Batteriemanagementsystem zuständige Software aktualisiert, was rund eine halbe Stunde in Anspruch nimmt. Zudem wird der Zustand des Akkus von Technikern geprüft, um festzustellen, ob es bereits Schäden gibt. Falls dies der Fall ist, wird die komplette Batterie kostenlos gewechselt. Ersterer Schritt dauert dabei lediglich 30 Minuten, während ein vollumfänglicher Batteriewechsel bis zu 6 Stunden in Anspruch nehmen kann.

Der Mutterkonzern Hyundai hatte in Vergangenheit bereits mehrere ähnliche Rückrufe durchführen müssen, wobei die Modelle Kona und Ioniq betroffen waren, die im gleichen Werk wie der e-Niro produziert wurden. Die Rückrufaktion des Kona war erst im März 2026 erfolgt. Deutschlandweit waren circa 13.500 Fahrzeuge betroffen und weltweit sogar über 100.000 E-Autos. Auch hier war die Ursache eine fehlerhafte Batterieüberwachungssoftware, die in diesem Fall nicht imstande war, eine thermische Instabilität in der Hochvoltbatterie rechtzeitig zu erkennen.

Quelle: auto motor und sport – Kia ruft tausende e-Niro zurück

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Arun Niemann

Arun Niemann

Arun Niemann arbeitet nun seit 5 Jahren als Redakteur und Werbetexter und schreibt seit 2026 auch für Elektroauto-News.net. Dabei bringt ihn sein persönliches Interesse für makroökonomische Zusammenhänge und die bisherige redaktionelle Arbeit zu Finanz- und Wirtschaftsthemen, oft zu Beiträgen an der Schnittstelle zwischen Elektromobilität, Energiewende und Wirtschaft.

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