Kia erweitert sein Angebot an Personentransportern um eine barrierefreie Variante: Der Kleinbus PV5 Passenger ist ab sofort auch als rollstuhlgerechte WAV-Version („Wheelchair Accessible Vehicle“) bestellbar. Eine seitliche, zweistufig ausziehbare Rampe erlaubt Rollstuhlfahrer:innen den Zugang unmittelbar vom Gehweg oder vom Straßenrand aus. Das Modell richtet sich an private Käufer:innen ebenso wie an gewerbliche Anwendungen etwa im Taxi- oder Shuttle-Betrieb und ist bei den Kia-Pkw-Händlern erhältlich.
Die Rampe ist in einen Zwischenboden des Fahrzeugs integriert und lässt sich je nach Gegebenheiten manuell auf 1,25 oder bis zu 1,75 Meter ausziehen. Erfolgt der Einstieg direkt vom Straßenniveau aus, ergibt sich bei voller Länge eine Neigung von 13 Grad. Bei einer Bordsteinkante von 15 Zentimetern genügt es, nur die erste Stufe auszufahren, wodurch die Neigung auf 11 Grad sinkt.
Im Fond, der eine maximale Höhe von 1,40 Metern bietet, sorgt ein integriertes Verzurrsystem für die sichere Positionierung des Rollstuhls, verstärkte Bodenstrukturen erhöhen die Strapazierfähigkeit. Die Rückbank besitzt rechts eine hochklappbare Sitzfläche, wodurch bei Bedarf Platz für eine Person im Rollstuhl entsteht, während der linke Rücksitz für eine Begleitperson erhalten bleibt. Wird kein Rollstuhl transportiert, dient der 4,70 Meter lange Kleinbus auch als regulärer Fünfsitzer mit 350 Liter Gepäckraum hinter der Rückbank.

Für den innerstädtischen Einsatz spricht neben der Rampenkonstruktion auch der kleine Wendekreisdurchmesser von 11 Metern, der das Manövrieren auf engem Raum erleichtert. Der Kleinbus ist mit zwei Batteriegrößen erhältlich: Mit dem 71,2-kWh-Akku kommt er auf eine Reichweite von bis zu 391 Kilometern, die kleinere 51,5-kWh-Variante erreicht bis zu 282 Kilometer. Beide Varianten lassen sich an einer entsprechend leistungsfähigen Station in rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden.
Zusätzliche Flexibilität bringt die serienmäßige V2L-Funktion (Vehicle-to-Load), über die sich externe 230-Volt-Geräte anschließen lassen, etwa über eine Steckdose zwischen den Vordersitzen. Zudem ist der Kleinbus für den Anhängerbetrieb mit 750 Kilogramm Anhängelast zugelassen. Unterwegs steht Nutzer:innen zudem der Dienst Kia Charge zur Verfügung, der über einen einzigen Zugang mehr als 1,2 Millionen Ladepunkte in 27 europäischen Ländern erschließt, darunter mehr als 210.000 in Deutschland.
Im Innenraum kommt bei allen PV5-Varianten ein Infotainmentsystem auf Basis von Android Automotive OS zum Einsatz, das über einen 12,8 Zoll großen Touchscreen bedient wird und sich kabellos mit Android Auto und Apple CarPlay verbindet. Die Online-Dienste Kia Connect liefern Echtzeitinformationen und Fernbedienungsfunktionen, Updates lassen sich ohne Werkstattbesuch per Over-the-Air-Übertragung einspielen.

Zur Serienausstattung der Basisversion Plus zählen eine elektrische Schiebetür rechts, eine 230-Volt-Steckdose, Klimaautomatik sowie Assistenzsysteme wie adaptiver Tempomat mit Stop-and-go-Funktion und Spurhalteassistent. Die höherwertige Linie Elite ergänzt dies um elektrisch einstellbare Vordersitze, einen digitalen Autoschlüssel und einen aktiven Totwinkelassistenten mit Monitoranzeige.
Preislich startet der PV5 WAV mit dem 51,5-kWh-Akku bei 44.940 Euro, die Version mit dem größeren 71,2-kWh-Akku kostet ab 48.940 Euro. Kia gewährt auf den im Rahmen der „Made-In-Plant“-Strategie produzierten Kleinbus sieben Jahre Herstellergarantie oder 150.000 Kilometer sowie acht Jahre Batteriegarantie oder 160.000 Kilometer. Die Produktion in Korea hat im Juli begonnen, die Auslieferung an deutsche Kund:innen ist ab November geplant.
Quelle: Kia – Pressemitteilung









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