Kanada entwickelt E-Autos ohne importierte Technologien

Kanada entwickelt E-Autos ohne importierte Technologien
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APMA

Laura Horst
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  —  Lesedauer 2 min

Der kanadische Verband der Automobilzulieferer (APMA) will mit seinem „Projekt Arrow 2.0“ zeigen, dass das nordamerikanische Land Elektroautos ganz ohne importierte Technologien im Inland entwickeln und produzieren kann. Auf der Canadian International AutoShow (CIAS), die noch bis zum 22. Februar andauert, hat der Verband nun zwei Konzeptfahrzeuge mit progressivem Erscheinungsbild vorgestellt.

Mit der Initiative will Kanada zeigen, dass es über ein umfangreiches Netzwerk an Automobilzulieferern verfügt und nicht auf ausländische Unterstützung angewiesen ist, um fortschrittliche Elektroautos zu bauen. In 2023 wurde das erste Konzeptauto, der Project Arrow, vorgestellt. Vorangetrieben wurde die Unternehmung zudem von Kanadas damals amtierendem Premierminister Justin Trudeau, der das Ziel anstrebte, das Land bis 2050 klimaneutral zu machen.

Die beiden Konzeptautos Vector und Borealis wurden wie das erste Konzeptauto komplett in Kanada entworfen, entwickelt und gebaut. Der SUV Vector baut auf dem ursprünglichen Showcar auf, wobei die Karosserie dramatischer und kühner wirkt. Mit 650 PS (ca. 478 kW) übertrifft der Vector zudem die Leistung des Vorgängermodells von 550 PS (ca. 405 kW). Die geschätzte Reichweite liegt bei etwa 550 Kilometern.

Laut AMPA „stellt Vector eine kurzfristige Innovationsplattform dar, die entwickelt wurde, um kommerziell skalierbare kanadische Technologien zu demonstrieren, die auf die Mobilitätsumgebung von 2030 abgestimmt sind“. Das Chassis etwa wurde mithilfe von KI geformt und mit einer Mischung aus Polymeren und Aluminium im 3D-Druckverfahren hergestellt. Zudem soll das Konzeptauto mit automatisierten Fahrfunktionen der Stufe 3 ausgestattet sein, die es erlauben, die Hände vom Lenkrad zu nehmen und den Blick von der Straße abzuwenden.

Das Chassis des Borealis ist ebenfalls durch 3D-Druck entstanden, besteht bei dem Elektro-Van aber aus einer Metalllegierung. Der Antriebsstrang soll ebenfalls 3D-gedruckt sein. Das Konzeptauto zeigt, wie die Elektromobilität des nächsten Jahrzehnts aussehen könnte. Dabei ist das vollständig autonome Fahrsystem der Stufe 5 geplant. Außerdem soll der Van ein Kommunikationssystem erhalten, das sich in alle intelligenten Funktionen der Städte der Zukunft integrieren lässt. Die Entwickler rechnen mit einer enormen Reichweite des Borealis von bis zu 1500 Kilometern.

APMA

Insgesamt haben mehr als 80 kanadische Automobilzulieferer an der Entwicklung der beiden Prototypen mitgewirkt. Die zweite Phase wird mit der Ontario Tech University als Hauptpartner des Projekts durchgeführt.

Quelle: InsideEVs – Canada Just Unveiled Its Boldest EVs Yet

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