Staatliches Investment rettet angeschlagenen chinesischen Hersteller

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Neta

Daniel Krenzer
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Der in finanzielle Schwierigkeiten geratene chinesische Automobilhersteller Neta hat laut übereinstimmenden chinesischen Medienberichten ein Invest von umgerechnet gut 800 Millionen Euro erhalten. „Dank der externen Finanzierung konnte das Unternehmen zuvor ausstehende Gehälter auszahlen und die Produktion wieder aufnehmen“, schreibt CarNewsChina (CNC). Geldgeber sind neben der Volksrepublik China offenbar auch der Batteriehersteller CATL. Das Geld soll vor allem auch dafür genutzt werden, in diesem Jahr den Export voranzutreiben und die Zahlen dafür möglichst zu verdoppeln. Dass die chinesische Regierung die nationalen Autohersteller finanziell unterstützt, war Hauptauslöser dafür, dass sowohl die USA als auch die EU mit Blick auf die Fairness im Wettbewerb Strafzölle auf Elektroautos aus China eingeführt hatten.

Offenbar waren seit September nicht mehr alle Gehälter gezahlt worden, zudem wurde die Produktion massiv gedrosselt. Seit Dezember gibt es nun einen neuen Vorstandsvorsitzenden und offenbar großes Vertrauen der Geldgeber, dass Neta die Wende schaffen kann. In China verkaufte der Hersteller im vergangenen Jahr etwas mehr als 61.000 Autos, im Dezember aber kaum mehr als 200. Insgesamt brach der Absatz im Vorjahresvergleich 2024 um mehr als 40 Prozent ein. Ins Ausland wurden weitere 30.000 Autos verkauft, in diesem Jahr soll der Wert auf 60.000 und perspektivisch auf 100.000 pro Jahr ansteigen. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf Südostasien und Mittel- und Südamerika, Europa spielt bislang in den Planungen keine Rolle.

Auch wenn die Finanzspritze für viele Mitarbeiter eine sehr gute Nachricht sein dürfte, gilt dies nicht für diejenigen im Neta-Werk in Thailand. Wie CNC berichtet, stehen offenbar 400 Mitarbeiter vor der Entlassung.

Neta baut sowohl Elektroautos als auch Plug-in-Hybride beziehungsweise Elektroautos mit Verbrennungsmotoren als Range Extender. Dass ausgerechnet CATL das Unternehmen nun finanziell unterstützt, kommt nicht völlig überraschend. Beide Unternehmen arbeiten schon lange zusammen. „Wir möchten Sie daran erinnern, dass Neta das erste Unternehmen war, das im Januar 2023 eine Vereinbarung mit CATL über die Verwendung seines Bedrock-Chassis unterzeichnete“, schreibt CNC. Das Crossover-Modell Neta L sei zudem eines der ersten Autos gewesen, in denen die neue natriumhaltigen Freevoy-Batterie von CATL eingesetzt worden sei.

Quelle: CarNewsChina – Neta reportedly received 818 million USD injection – to double overseas sales / CnEVpost – Neta sells nearly 30,000 cars overseas in 2024, aims to double in 2025

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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