Hyundai will sich BYDs Blade-Batterie für künftige E-Autos sichern

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Hyundai

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Spätestens seit dem auf den südkoreanischen Autohersteller Hyundai Kosten in Höhe von etwa 742 Millionen Euro für den Akku-Tausch an seinen Stromer zukommen, macht man sich Gedanken über Alternative Batterielieferanten. Wir erinnern uns betroffen waren etwa 76.000 SUVs des Modells Kona EV als auch der Ioniq Elektro und einige hundert E-Stadtbusse. Künftig könne Hyundai bei seinen E-Autos auf die besonders langlebige Blade-Batterie von BYD setzen.

BusinessKorea will erfahren haben, dass der Automobilhersteller künftig eben diese Batterien bei seinen Fahrzeugen, welche in China verkauft werden, einsetzen wird. Zuvor hatte das Unternehmen im vergangenen Jahr beschlossen, seine in China zu produzierenden Elektrofahrzeugen mit CATL-Batterien auszustatten. Dies hat mit der 2016 in Kraft getretenen Politik der chinesischen Regierung zu tun, ihre Subventionen für Elektrofahrzeuge auf solche zu beschränken, die mit in China hergestellten Batterien ausgestattet sind.

BYD fertigt seine Blade-Batterie aber ebenfalls in China und könnte somit als Alternative zum Tragen kommen. Der Batterie-Hersteller habe bereits eine Geschäftseinheit eingerichtet, die für die Zusammenarbeit mit Hyundai zuständig ist. Erste Batterien könnten bereits ab 2022 an Hyundai geliefert werden, so der Bericht von BusinessKorea weiter. Fudi Battery, eine Tochtergesellschaft von BYD, baut derzeit mit einer Investition von 10 Milliarden Yuan in Chongqing, wo Hyundai derzeit ein Werk mit einer Kapazität von 300.000 Fahrzeugen pro Jahr betreibt, eine Batterieproduktionsanlage mit einer jährlichen Produktionskapazität von 20 GWh. Die Versorgung, sogar relativ zentral, wäre somit sichergestellt.

Bereits im April vergangenen Jahres hat der chinesische Autohersteller BYD seine Elektroauto-Batterie namens „Blade-Batterie“ vorgestellt. Die Neuentwicklung soll sämtliche Bedenken hinsichtlich der Batteriesicherheit in Elektroautos zerstreuen und die Sicherheitsstandards für die gesamte Branche neu definierenEin erster Abnehmer der Blade-Batterie wurde bereits benannt. Mit Hyundai könnte nun ein weiterer folgen. Durch diesen Schritt wäre auch nicht ausgeschlossen, dass KIA ebenfalls künftig auf die Blade-Batterie von BYD umsteigt.

Quelle: Business Korea – Hyundai Electric Vehicles in China Likely to Come with BYD Batteries

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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Strauss:

Na also die Sprücheklopfer. E Batterien würden Millionen von KM halten. Da lachen die Japaner , in ihren Hybrids brauchts nur Kleine und Günstigere. Von diesem Vorteil profitiert auch H2 Einsatz.Ob die Blades wirklich besser sind weiss man erst in 5 Jahren.Auch der 800 Volt Einsatz ist auch sehr zweifelhaft. Die beiden neuen Koreaner erreichen damit knapp 400 Km Reichweite….
In der Mittelklasse, dem Löwenanteil auf der Strasse, kann dies übertroffen werden mit 400 Volt.
Man denke an den Ladesäulensalat…..

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