Mit diesen beiden Elektroautos will Hongqi Europa erobern

Mit diesen beiden Elektroautos will Hongqi Europa erobern
Copyright:

Hongqi

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Während des Pariser Autosalons hat der chinesische Hersteller Hongqi den Vorverkauf seiner beiden Elektroautos für Europa offiziell gestartet. Dabei handelt es sich um die Limousine Hongqi EH7 (siehe Titelbild) sowie das SUV EHS7. Auch die Preise wurden dabei bekanntgegeben, wie das Fachportal CarNewsChina (CNC) berichtet. Demnach starten die Preise für den EH7 bei 49.999 Euro, die für den EHS7 bei 53.999 Euro.

Die Preise für den EH7 liegen somit fast 70 Prozent über den Verkaufspreisen in China. Doch der Transportweg ist weit, und die EU-Strafzölle sind inzwischen beschlossene Sache. Der EHS7 ist übrigens auf dem Heimatmarkt bislang noch überhaupt nicht bestellbar – dass hier Europa offenbar vorgeht, ist ein klares Zeichen dafür, wie sich Hongqi in Europa aufstellen und behaupten will. Dass der Vorverkauf in Europa gestartet ist, heißt aber noch nicht zwangsläufig, dass auch bald die ersten Autos hier unterwegs sein werden. Zum Start der Auslieferungen ist nämlich aktuell noch nichts bekannt.

Bei der Automesse in Peking war der EH7 einer der großen Stars – vor allem in der Cabrio-Variante. Diese wird aber zunächst nicht angeboten. Vertrieben werden sollen die Elektroautos von der Hedin Mobility Group. Die Marke Honqqi (“Rote Fahne”) gehört zum chinesischen Staatskonzern FAW.

Die 4,98 Meter lange Limousine gibt es sowohl mit 85 als auch mit 111 kWh großer Batterie. Die in China zusätzlich angebotene 75 kWh fassende Batterie wird in Europa offenbar nicht angeboten, war schon vor geraumer Zeit einer Pressemitteilung von Hedin zu entnehmen. Die Allrad-Variante soll den Sprint auf 100 Stundenkilometer in 3,9 Sekunden bewältigen. Die höchsten Reichweiten sollen mit der nur an den Hinterrädern angetriebenen Variante erreicht werden. Die angegebenen 700 Kilometer sind aber noch kein WLTP-Wert, nach chinesischem Testzyklus sollen bis zu 820 Kilometer möglich sein. Das Schnellladen von 30  auf 80 Prozent dauert laut CNC 17 Minuten. Das SUV benutzt den selben Technik-Baukasten, dürfte aber natürlich geringere Reichweiten und Beschleunigungswerte erzielen.

Die einmotorigen Versionen beider Elektroautos verwenden einen 253-kW-Elektromotor (344 PS) an der Hinterachse, während die Allrad-Versionen einen zusätzlichen 202-kW-Motor (275 PS) an der Vorderachse haben.

Quelle: Car News China – Hongqi EH7 and EHS7 open pre-sales in Europe priced around €50,000

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in China Elektroauto

CATL und BYD bei Festkörperbatterien mit gleichem Zeitplan

CATL und BYD bei Festkörperbatterien mit gleichem Zeitplan

Daniel Krenzer  —  

Die chinesischen Hersteller wollen ab 2027 erste Festkörperbatterien produzieren. Für E-Autos dürfte die Technik aber zunächst eine Nischenlösung bleiben.

In China werden kaum noch kleine E-Autos angeboten

In China werden kaum noch kleine E-Autos angeboten

Daniel Krenzer  —  

Chinas Automarkt schwächelt, doch E-Autos erreichen Rekordanteile. Gleichzeitig werden günstige elektrische Kleinwagen zunehmend zur Mangelware.

Kia und Hyundai verlieren Kunden an China

Kia und Hyundai verlieren Kunden an China

Sebastian Henßler  —  

Eine Dataforce-Analyse zeigt: Ehemalige Hyundai- und Kia-Fahrer:innen sind bei BYD und MG deutlich überrepräsentiert, gemessen an den Marktanteilen.

Defekte Akkus: Batteriehersteller CALB verschärft Standards

Defekte Akkus: Batteriehersteller CALB verschärft Standards

Laura Horst  —  

Der Batteriehersteller CALB verschärft seine eigenen Qualitätsstandards, nachdem es wiederholt zu Problemen mit aufgequollenen Zellen gekommen war.

VWs Verbrenner-Stärke in China wird zunehmend zum Problem

VWs Verbrenner-Stärke in China wird zunehmend zum Problem

Daniel Krenzer  —  

Volkswagen verkauft in China weiterhin vor allem Verbrenner – doch deren Markt schrumpft rasant. Neue Elektroautos sollen den weiteren Abstieg bremsen.

Lynk & Co: Warum Händlerzufriedenheit vor KPIs kommt

Lynk & Co: Warum Händlerzufriedenheit vor KPIs kommt

Sebastian Henßler  —  

Lynk & Co misst Erfolg nicht an Zulassungszahlen, sondern an Händlerzufriedenheit. MD Christian Treitz erklärt, warum das für eine junge Marke richtig ist.

Premium-Krise trifft BMW und Mercedes besonders hart

Premium-Krise trifft BMW und Mercedes besonders hart

Arun Niemann  —  

BMW und Mercedes verdienen im Pkw-Geschäft inzwischen teils sogar weniger als Volumenhersteller. Vor allem die Schwäche in China setzt die Margen unter Druck.