Hofer: Bis Ende 2026 Ladepunkte an allen Filialen

Hofer: Bis Ende 2026 Ladepunkte an allen Filialen
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Foto: Hofer / Klaus Pressberger

Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 4 min

Mit dem E-Auto durch Österreich reisen soll jetzt noch einfacher werden: Hofer, der österreichische Ableger von Aldi, baut ab sofort an seinen Filialen die Ladeinfrastruktur aus, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. E-Autofahrern stehe damit künftig im ganzen Land immer sicher eine E-Ladestation zur Verfügung. Der Startschuss für den Ausbau sei bereits gefallen. In Leoben wurde demnach der erste von mehr als 1500 neuen Ladepunkten an mehr als 40 Filialen in Betrieb genommen. Und noch mehr sind bis Ende 2026 geplant.

Gemeinsam mit regionalen Energieversorgungsunternehmen baue Hofer auf den Parkplätzen seiner Filialen die Ladeinfrastruktur für E-Autos aus. In Leoben errichtete Hofer die E-Ladestation mit dem Energieversorgungsunternehmen Energie Steiermark. E-Autofahrer könnten hier ab sofort an sechs Ladepunkten ihr Auto laden. „Als Lebensmittelhändler sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft bewusst. Den Nachhaltigkeitsgedanken wollen wir aber nicht nur in unseren Unternehmensprozessen fest verankern, sondern auch unseren Kundinnen und Kunden ermöglichen, diesen Weg mit uns zu gehen. Neben vielen Projekten unter dem Schirm unserer Nachhaltigkeitsinitiative ‚Heute für Morgen‘ ist auch der großflächige Ausbau von E-Ladestationen auf den Parkplätzen unserer Filialen ein Schritt in diese Richtung“, sagte Horst Leitner, CEO Hofer S/E, anlässlich der Eröffnung der ersten neuen Ladestation. Mit den neuen E-Ladestationen könnten Kundinnen und Kunden ihre E-Autos künftig während des Einkaufs ganz einfach und bequem laden.

Immer vorwärts einparken möglich

Ein besonderes Augenmerk liege dabei auf dem Komfort. So befinden sich die Ladepunkte mittig zwischen den Parkplätzen. Dies habe einen bedeutenden Vorteil: „Es war uns wichtig, dass unsere Kundinnen und Kunden nicht unbedingt rückwärts einparken müssen, sondern sie auch normal nach vorne mit dem Fahrzeug in den Parkplatz einfahren können und wie gewohnt ihren Einkauf aus dem Einkaufswagen in den Kofferraum einräumen können“, schildert Leitner.

Besonders praktisch sei, dass man für die E-Ladestationen keine eigene Karte benötige. Denn alle Partner seien Mitglieder des Bundesverbandes Elektromobilität Österreich (BEÖ). Innerhalb dieser Gemeinschaft könne man übergreifend mit jeder beliebigen Karte eines der Partner an allen Ladestationen zum gleichen Preis laden. Mit dieser Karte könne somit auch nicht nur bei Hofer, sondern im gesamten BEÖ-Ladenetz in Österreich geladen werden. Viele E-Auto-Nutzer hätten bereits eine Karte von einem der BEÖ-Unternehmen. Das Ziel des Unternehmens sei es gewesen, dass diese künftig auch bei Hofer genutzt werden können.

Der Lebensmittelhändler und seine Partner verfolgten ein konkretes Ziel: Schon Ende 2024 soll die Hälfte aller geeigneten Filialen mit Ladepunkten ausgestattet sein, bis Ende 2026 sollen in allen geeigneten Filialen mindestens zwei bis sechs Ladepunkte zur Verfügung stehen. Das bedeute, dass insgesamt mehr als 1500 Ladepunkte in ganz Österreich entstehen werden. Die Ladeleistung der Standorte werde zwischen 20 kW DC und bis zu 150 kW DC liegen. Gegenüber dem AC-Laden (Wechselstrom) haben DC-Ladestationen (Gleichstrom) den Vorteil, dass wesentlich schneller geladen wird. Bei einer herkömmlichen Steckdose beträgt die Ladedauer im Normalfall über zehn Stunden. Bei einer der neuen Ladestationen auf den Hofer Parkplätzen reicht in oft schon die Zeit, in der der Wocheneinkauf erledigt wird, um das Auto ausreichend zu laden.

Ausgezeichnet mit Energy Globe World Award

Unter dem Motto „Heute für Morgen“ setze Hofer sein Engagement im Bereich Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung fort. Dazu gehörten bestehende Umstellungs- und Optimierungsprozesse ebenso wie Fokusthemen, die sich durch aktive Einbindung von Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auszeichnen. Damit wolle Hofer gemeinsam die Welt Stück für Stück besser machen. Inhaltlich konzentrierten sich die Fokusthemen auf die Schwerpunkte Lieferkette, Gesellschaft, Umwelt und Klimaschutz, Kundinnen und Kunden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Nachhaltigkeitsinitiative „Heute für Morgen“ werde inhaltlich von einem Stakeholder-Beirat bestehend aus externen Expertinnen und Experten aus dem Sozial-, Umwelt- und Medienbereich begleitet.

Die Hofer KG zählt mit mehr als 530 Filialen und mehr als 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu den größten österreichischen Lebensmitteleinzelhändlern. Das Unternehmen mit Sitz in Sattledt setze sich aktiv für Klimaschutz ein und wurde bereits mit dem Energy Globe World Award ausgezeichnet. Zu Hofer S/E zählen neben Hofer Österreich auch die Schweiz, Slowenien, Ungarn und Italien.

Quelle: Hofer – Pressemitteilung vom Juni 2023

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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