Wissing kündigt neue Förderprogramme für Ladeinfrastruktur an

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Daniel Krenzer
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Zur Ladeinfrastruktur-Konferenz gibt Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) bekannt, dass zwei neue Förderprogramme zugunsten von Ladeangeboten für E-Autos geplant seien. „Schon bald starten wir zwei weitere Förderangebote, um Privathaushalte beim Bau von Ladestationen mit Eigenstromversorgung sowie Unternehmen bei der Errichtung von Schnellladeinfrastruktur zu unterstützen“, zitiert ihn die Tagesschau.

Mit insgesamt 500 Millionen Euro sollen demnach die drei Felder Ladestation, Photovoltaikanlage und Speicher finanziell unterstützt werden. Somit werde auch die Eigenstromversorgung gefördert, heißt es seitens des Ministeriums. Start des Förderprogramms ist für den Herbst dieses Jahres angepeilt, von den Fördergeldern profitieren kann laut Tagesschau-Bericht nur derjenige, der alle drei Felder im Paket nutzt. Details zu beiden Förderprogrammen sind jedoch noch nicht bekannt.

Mehr Förderfelder, weniger Geld

Die Gelder sollen über das Programm des Klima- und Transformationsfonds (KTF) bereitgestellt werden, man rechne mit „einer hohen fünfstelligen Zahl an Anträgen“. Das Förderprogramm soll daran ansetzen, dass der Großteil der Ladevorgänge laut Nationaler Leitstelle Ladeinfrastruktur zuhause stattfinden. Dies stimmt allerdings auch deshalb, weil viele die Elektromobilität noch scheuen, die auf ein öffentliches Laden angewiesen wären – diese Gruppe bleibt bei den beiden neuen Förderprogrammen aber offenbar unberücksichtigt. Gut die Hälfte aller Kommunen in Deutschland verfügt bislang nicht über öffentliche Ladeinfrastruktur.

Schon im Sommer soll ein weiteres Förderprogramm über 400 Millionen Euro starten. Dieses „soll laut Verkehrsministerium den Aufbau von Schnellladeinfrastruktur sowie einen Netzanschluss für den Betrieb von gewerblich genutzten Pkw unterstützen“, schreibt die Tagesschau. Somit nimmt der Bund insgesamt etwa 0,9 Milliarden Euro in die Hand, um die E-Mobilität, aber auch die Versorgung mit Strom vom eigenen Dach zu fördern. Dies ist etwas weniger als bei den Förderprogrammen für die Errichtung von Ladeinfrastruktur im privaten und gewerblichen Umfeld im Jahr 2020 – hier standen 1,15 Milliarden Euro zur Verfügung bei allerdings deutlich mehr Anträgen, als nun erwartet werden.

Wirbel um THG-Quote

Wirbel hatte zuletzt zudem ausgelöst, dass die Regelungen für die THG-Quoten überarbeitet werden sollen. Zum einen soll der Stichtag zur Anmeldung eines E-Fahrzeugs für die Quote vom 28. Februar auf den 15. November vorgezogen werden, zum anderen sieht die Regelung, die ab 2024 gelten soll, zwar eine zusätzliche Anrechnung des selbst erzeugten Ökostroms für gewerbliche Anbieter vor, nicht aber für Privatleute. Beide Punkte hatten in jeweils betroffenen Kreisen erhebliche Kritik an der Bundesregierung hervorgerufen.

Quelle: Tagesschau – „Verkehrsministerium: Neue Förderungen für E-Ladeinfrastruktur geplant“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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