So viel günstiger als Verbrenner fuhren E-Autos zuletzt

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Daniel Krenzer
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Wer mit einem Elektroauto statt einem Verbrennerauto unterwegs ist, der konnte in den vergangenen Wochen viel Geld sparen. Eine Auswertung von Rabot Energy auf Basis realer Kundendaten aus dem ersten Quartal zeigt: Wer elektrisch fährt, hat seinen Mobilitätspreis vom Ölmarkt abgekoppelt und kann gelassen an den immer höher schießenden Preisangaben an den Tankstellen vorbeifahren – auch wenn er einen dynamischen Stromtarif nutzt, der sich am aktuellen Börsenpreis orientiert.

Im März, dem Monat mit den bisher höchsten Kraftstoffpreisen, zahlten Benzinfahrer durchschnittlich laut einer entsprechenden Pressemitteilung 12,13 EUR pro 100 Kilometer, für Dieselfahrer waren es 10,82 Euro. E-Auto-Fahrer mit automatischem Nachtladen zum günstigsten Börsenstrompreis kamen auf 4,27 Euro. Über das gesamte erste Quartal betrachtet lag der Durchschnitt bei 11,04 Euro beim Benziner, 9,30 Euro beim Diesel und 4,50 Euro beim E-Auto. Das entspricht einer Ersparnis von bis zu 59 Prozent gegenüber dem Benziner sowie 52 Prozent gegenüber dem Diesel. Und zuletzt waren es sogar 65 Prozent.

Der entscheidende Unterschied: Benzin- und Dieselpreise reagieren unmittelbar auf geopolitische Ereignisse und globale Lieferkettenstörungen. Vor allem die nächtlichen Börsenstrompreise folgen aber einer anderen Logik. Sie blieben im ersten Quartal stabil niedrig, während die Spritpreise durch die Iran-Krise auf Rekordhöhen stiegen. „Voraussetzung für das automatische Nachtladen, mit dynamischem Tarif sind ein Smart-Meter und eine Wallbox, beides für Neukunden mit Elektroauto heute standardmäßig verfügbar“, führt Rabot Energy aus.

E-SUV für 2,54 Euro pro 100 Kilometer fahren

Ein Beispiel aus dem März soll dies unterstreichen: Ein VW ID.5 konnte demnach mit Smart-Charging zu einem Arbeitspreis von 12,72 Cent pro kWh geladen werden, was bei einem Verbrauch von 20 kWh pro 100 Kilometer Ladekosten von lediglich 2,54 Euro pro 100 Kilometer entspricht. Der März markierte historische Kraftstoffwerte: Super E10 erreichte 2,022 Euro pro Liter, Diesel 2,164 Euro – laut ADAC ein Allzeithoch. Für E-Auto-Fahrer mit automatischem Nachtladen blieben die Kosten nahezu konstant bei 4,27 Euro pro 100 Kilometer.

„Börsenstrompreise und Ölpreise folgen grundsätzlich ähnlichen Dynamiken, so machen teurere globale Gaspreise auch den Strom im Durchschnitt teurer. Auf einem stündlichen Niveau sieht es aber anders aus. Grade nachts und mittags bleiben die Strompreise sehr günstig, insbesondere im Sommerhalbjahr. Dadurch steigen die relativen Ersparnisse für Kunden mit E-Autos“, erklärt Jan Rabe, Geschäftsführer von Rabot Energy. Strom aus erneuerbaren Quellen werde lokal erzeugt und bleibe damit strukturell unabhängig von den Verwerfungen globaler Ölmärkte.

Quelle: Rabot Energy – Pressemitteilung vom 27. April 2026

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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