Großbritannien will E-Auto-Technik mit 130 Millionen Pfund fördern

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Arun Niemann
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Die britische Regierung will ganz gezielt Schlüsseltechnologien der E-Mobilität im eigenen Land verankern, um in Zukunft weniger von Importen aus dem Ausland abhängig zu sein. Dafür wurde jüngst eine staatliche Förderung in Höhe von 65 Millionen Pfund bewilligt, welche noch einmal durch Industriemittel in gleicher Höhe ergänzt wird. Die insgesamt 130 Millionen Pfund sollen genutzt werden, um neue emissionsfreie Fahrzeugtechnologien im Sinne erschwinglicherer E-Autos und selbstfahrender Autos voranzutreiben. Dadurch sollen unter anderem auch 1.800 neue hoch qualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden.

Knapp 50 Millionen Pfund gehen dabei an Autohersteller und F&E-Partner, um besagte Technologien zur Serienreife zu bringen. Die Mittel stammen aus dem DRIVE35-Programm und sind damit laut Angaben der britischen Regierung Teil der größten Investition in die Automobilbranche seit dem Zweiten Weltkrieg. Bis 2035 soll die Industrie mit 4 Milliarden Pfund gefördert werden.

Der Industrieminister Blair McDougall erklärte dazu „Großbritannien hat die moderne Automobilindustrie erfunden, und wir sind entschlossen sicherzustellen, dass auch die nächste Fahrzeuggeneration hier entworfen und gebaut wird“. Zu den wichtigsten profitierenden Regionen gehören derweil vor allem die Auto-Zentren Nordost-England und die West Midlands. Dabei werden unter anderem Turntide Technologies und Bentley mit großen Summen gefördert. Vorangegangen war bereits eine Förderung über 100 Millionen Pfund an DRIVE35-Fördermitteln für Zulieferbetriebe in den besagten Regionen.

Millionen für autonomes Fahren und DRIVE35 als Zukunftsanker

Auch die vernetzte und automatisierte Mobilität soll in besonderem Maße gefördert werden, da in dieser Branche laut Branchenverband SMMT bis 2040 zehntausende neue Jobs geschaffen und 66 Milliarden Pfund zur britischen Wirtschaft beitragen werden könnten. Zu diesem Zwecke fließen 17 der 130 Millionen Pfund an Fördermitteln in neun erfolgreiche „CAM Pathfinder“-Projekte. Diese sind in Bereichen wie dem öffentlichen Nahverkehr, der Straßenwartung oder dem Flughafenbetrieb aktiv und arbeiten an Technologien wie KI-Simulationen, fortschrittlicher Sensorik oder Brake-by-Wire-Systemen.

Das hinter all dem stehende Förderprogramm DRIVE35 soll Großbritanniens zukünftige Fahrzeugproduktion sicherstellen, Lieferkettenkompetenzen zurück ins Land holen und neue relevante Sektoren wie etwa die Batteriefertigung hochskalieren. So könnten bis 2035 über 50.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, Millionen Tonnen an CO₂ eingespart und gleichzeitig Milliarden an privaten Investitionen freigesetzt werden. Abgewickelt wird die Förderung über das Department for Business, Innovation, Science and Trade und vom Advanced Propulsion Centre UK koordiniert.

Der APC-Chef Ian Constance sieht in dem Programm DRIVE35 weit mehr als die Förderung einzelner Projekte. Vielmehr gehe es darum, die britische Fähigkeit Fahrzeugtechnologien der Zukunft im eigenen Land zu entwickeln zu stärken. Dadurch könne dann unter anderem auch das Vertrauen von Investoren in den Standort zurückgeholt werden. Ob und wie schnell sich die Milliarden-Förderungen tatsächlich in neue Arbeitsplätze, Technologien und Serienfahrzeuge übersetzen, werden die kommenden Jahre zeigen.

Quelle: UK Government – £130 million for cutting-edge next-generation vehicles, securing over 1,800 jobs

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Arun Niemann

Arun Niemann

Arun Niemann arbeitet nun seit 5 Jahren als Redakteur und Werbetexter und schreibt seit 2026 auch für Elektroauto-News.net. Dabei bringt ihn sein persönliches Interesse für makroökonomische Zusammenhänge und die bisherige redaktionelle Arbeit zu Finanz- und Wirtschaftsthemen, oft zu Beiträgen an der Schnittstelle zwischen Elektromobilität, Energiewende und Wirtschaft.

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