Bund fördert Ladesäulen an Mehrfamilienhäusern

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Laura Horst
Laura Horst
  —  Lesedauer 2 min

Das Thema Laden ist für viele Verbraucher ein entscheidender Faktor, wenn es um den Kauf eines Elektroautos geht. Im jüngsten DAT-Report wünschten sich etwa 72 Prozent der Befragten, ihren Stromer direkt zu Hause laden zu können. Nun will das Bundesverkehrsministerium Ladesäulen an Mehrfamilienhäusern fördern, wofür der Bund 500 Millionen Euro bereitstellt, so das Verkehrsministerium in einer aktuellen Mitteilung.

Die künftige Förderung kann demnach vom 15. April bis zum 10. November beantragt werden. „Gefördert werden die Anschaffung und Errichtung von privater Ladeinfrastruktur, zum Beispiel Wallboxen in Verbindung mit der entsprechenden technischen Ausrüstung“, hieß es aus Berlin. Für den Netzanschluss oder etwaige Baumaßnahmen sei ebenfalls eine Förderung möglich. Die Förderanträge können sowohl Privatleute als auch Wohnungsbaugesellschaften, Wohnungseigentümergemeinschaften sowie Immobilienunternehmen stellen.

Das neue Förderprogramm nimmt die Elektrifizierung eines größeren Gebäudebestands in den Fokus. So ist eine Bedingung für den Erhalt der Förderung, dass mindestens 20 Prozent der vorhandenen Stellplätze eines Mehrparteienhauses vorverkabelt werden müssen. Zudem müssen immer mindestens sechs Stellplätze in oder an einem Mehrparteienhaus elektrifiziert werden.

Der Förderbetrag je zu elektrifizierendem Stellplatz beträgt:

  • maximal 1300 Euro ohne installierte Wallbox,
  • maximal 1500 Euro mit Wallbox oder
  • maximal 2000 Euro mit einem Ladepunkt, der bidirektionales Laden unterstützt

Derzeit gibt es in Deutschland rund 21 Millionen Wohnungen in Mehrparteienhäusern, für die rund neun Millionen Stellplätze zur Verfügung stehen, wie Die Zeit berichtet. Aus der Sicht von Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) besteht in diesem Bereich Nachholbedarf bei der Ladeinfrastruktur. Das Laden zu Hause gilt als besonders beliebt und ist für einen Großteil der Befragten des DAT-Reports eine Voraussetzung dafür, sich überhaupt ein Elektroauto zu kaufen.

Insgesamt steigt die Beliebtheit von Stromern in Deutschland, wie eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Targobank zeigt. Dort gaben 21 Prozent der Befragten an, beim nächsten Autokauf ein Elektroauto zu favorisieren, was vier Prozentpunkten mehr als noch 2024 und 2025 entspricht. Mit 29 Prozent sind Benziner weiterhin am beliebtesten, während Hybridautos mit 19 Prozent auf Platz drei liegen und Diesel mit 14 Prozent das Schlusslicht bilden.

Quelle: BMV – Pressemitteilung vom 25.03.2026 / Die Zeit – Bundesverkehrsministerium fördert Ladestellen an Mehrfamilienhäusern

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