Bund fördert Ladesäulen an Mehrfamilienhäusern

Bund fördert Ladesäulen an Mehrfamilienhäusern
Copyright:

Shutterstock / 2559144113

Laura Horst
Laura Horst
  —  Lesedauer 2 min

Das Thema Laden ist für viele Verbraucher ein entscheidender Faktor, wenn es um den Kauf eines Elektroautos geht. Im jüngsten DAT-Report wünschten sich etwa 72 Prozent der Befragten, ihren Stromer direkt zu Hause laden zu können. Nun will das Bundesverkehrsministerium Ladesäulen an Mehrfamilienhäusern fördern, wofür der Bund 500 Millionen Euro bereitstellt, so das Verkehrsministerium in einer aktuellen Mitteilung.

Die künftige Förderung kann demnach vom 15. April bis zum 10. November beantragt werden. „Gefördert werden die Anschaffung und Errichtung von privater Ladeinfrastruktur, zum Beispiel Wallboxen in Verbindung mit der entsprechenden technischen Ausrüstung“, hieß es aus Berlin. Für den Netzanschluss oder etwaige Baumaßnahmen sei ebenfalls eine Förderung möglich. Die Förderanträge können sowohl Privatleute als auch Wohnungsbaugesellschaften, Wohnungseigentümergemeinschaften sowie Immobilienunternehmen stellen.

Das neue Förderprogramm nimmt die Elektrifizierung eines größeren Gebäudebestands in den Fokus. So ist eine Bedingung für den Erhalt der Förderung, dass mindestens 20 Prozent der vorhandenen Stellplätze eines Mehrparteienhauses vorverkabelt werden müssen. Zudem müssen immer mindestens sechs Stellplätze in oder an einem Mehrparteienhaus elektrifiziert werden.

Der Förderbetrag je zu elektrifizierendem Stellplatz beträgt:

  • maximal 1300 Euro ohne installierte Wallbox,
  • maximal 1500 Euro mit Wallbox oder
  • maximal 2000 Euro mit einem Ladepunkt, der bidirektionales Laden unterstützt

Derzeit gibt es in Deutschland rund 21 Millionen Wohnungen in Mehrparteienhäusern, für die rund neun Millionen Stellplätze zur Verfügung stehen, wie Die Zeit berichtet. Aus der Sicht von Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) besteht in diesem Bereich Nachholbedarf bei der Ladeinfrastruktur. Das Laden zu Hause gilt als besonders beliebt und ist für einen Großteil der Befragten des DAT-Reports eine Voraussetzung dafür, sich überhaupt ein Elektroauto zu kaufen.

Insgesamt steigt die Beliebtheit von Stromern in Deutschland, wie eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Targobank zeigt. Dort gaben 21 Prozent der Befragten an, beim nächsten Autokauf ein Elektroauto zu favorisieren, was vier Prozentpunkten mehr als noch 2024 und 2025 entspricht. Mit 29 Prozent sind Benziner weiterhin am beliebtesten, während Hybridautos mit 19 Prozent auf Platz drei liegen und Diesel mit 14 Prozent das Schlusslicht bilden.

Quelle: BMV – Pressemitteilung vom 25.03.2026 / Die Zeit – Bundesverkehrsministerium fördert Ladestellen an Mehrfamilienhäusern

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Politik

Agora warnt vor E-Auto-Prämie für Gebrauchte

Agora warnt vor E-Auto-Prämie für Gebrauchte

Daniel Krenzer  —  

Agora Verkehrswende warnt vor Kaufprämien für gebrauchte Elektroautos. Händler und Autovermieter fordern dagegen eine Förderung junger Gebrauchter.

Extra-Zölle auf China-E-Autos bald Geschichte?

Extra-Zölle auf China-E-Autos bald Geschichte?

Daniel Krenzer  —  

Die EU könnte Zusatzzölle auf chinesische Elektroautos für weitere Hersteller durch Mindestpreise ersetzen.

Merz verspricht Senkung der Stromsteuer für alle

Merz verspricht Senkung der Stromsteuer für alle

Maria Glaser  —  

Bundeskanzler Friedrich Merz hat zugesagt, die Stromsteuer für alle Verbraucher auf das EU-Mindestniveau von 0,1 Cent pro Kilowattstunde zu senken.

EU schränkt Einfuhr von China-Hybriden ein

EU schränkt Einfuhr von China-Hybriden ein

Daniel Krenzer  —  

Die EU und China einigen sich auf Grenzen für Hybridimporte. Damit reagiert Brüssel auf den starken Anstieg chinesischer Plug-in-Hybride nach den E-Auto-Zöllen.

Klimaneutralität erfordert in Deutschland 290 Milliarden Euro pro Jahr

Klimaneutralität erfordert in Deutschland 290 Milliarden Euro pro Jahr

Michael Neißendorfer  —  

Investitionen in den Klimaschutz haben auch einen wirtschaftlichen Nutzen und bieten Chancen für die deutsche Wirtschaft.

Ökonom gegen Pauschalzölle: WTO-Regeln statt Abschottung

Ökonom gegen Pauschalzölle: WTO-Regeln statt Abschottung

Sebastian Henßler  —  

Subventionen, zinslose Kredite, kostenlose Energie: Südekum kritisiert Chinas Industriepolitik, warnt aber vor 30 Prozent Zöllen nach trumpistischem Vorbild.

E-Auto-Prämie: Kinderfreibeträge zählen nicht doppelt

E-Auto-Prämie: Kinderfreibeträge zählen nicht doppelt

Sebastian Henßler  —  

Für die E-Auto-Prämie zählt allein das zu versteuernde Einkommen laut Steuerbescheid. Kinderfreibeträge werden nicht erneut abgezogen, stellt das BAFA klar.