Das Münchner Auto-Abo-Unternehmen Finn hat eine Series-D-Finanzierungsrunde über knapp 100 Millionen Euro Eigenkapital abgeschlossen. Angeführt wird die Runde vom international tätigen Fintech- und Mobility-Investor Portage. Darüber hinaus stellen BC Partners Credit sowie Runway Growth Capital gemeinsam über 40 Millionen Euro Fremdkapital bereit. Mit dem Abschluss dieser Runde übersteigt die Unternehmensbewertung erstmals die Marke von einer Milliarde Euro, womit Finn den sogenannten Unicorn-Status erreicht.
Neben Portage beteiligen sich zahlreiche bestehende Investoren erneut, darunter UVC Partners, Planet First Partners, Korelya Capital, White Star Capital, HV Capital und Picus Capital. Ergänzt wird die Runde durch einen Media-for-Equity-Deal mit SevenVentures, dem Investmentarm von ProSiebenSat.1, der Finn Zugang zum Werbeinventar des Medienkonzerns verschafft. Das frische Kapital soll gezielt in die Abo-Flotte, die Technologieplattform sowie die operative Infrastruktur fließen.
Von München aus in den europäischen Markt
Seit der Gründung 2019 hat sich Finn zum nach eigenen Angaben führenden Anbieter für Auto Abos in Deutschland entwickelt. Nutzer:innen können Fahrzeuge von mehr als 25 Marken, darunter BMW, Mercedes-Benz, Cupra, Opel, Hyundai, MG und BYD, vollständig digital abonnieren. Im Paket enthalten sind Versicherung, Zulassung und Wartung. Aktuell sind laut Unternehmen mehr als 50.000 Finn-Abos aktiv; der jährlich wiederkehrende Umsatz liegt bei über 300 Millionen Euro.
CEO und Co-Founder Maximilian Wühr beschreibt den Unicorn-Status weniger als Ziel denn als Zwischenstation: „Weniger ein Ziel als vielmehr eine Bestätigung unseres bisherigen Weges, und ein Ansporn für das, was noch vor uns liegt.“ Mit dem neuen Kapital, so Wühr, wolle man Finn weiter effizient skalieren, bei konsequentem Fokus auf profitables Wachstum und langfristige Marktführerschaft.
Devon Kirk, General Partner und Co-Head bei Portage Capital Solutions, sieht Finn als Beleg dafür, dass sich Skalierung und Kundenerlebnis nicht ausschließen: Das Unternehmen habe gezeigt, „dass es effizient skalieren und gleichzeitig ein erstklassiges Kundenerlebnis bieten kann.“ Für den Investor ist Finn damit gut positioniert, um die Mobilität der nächsten Generation mitzugestalten.
Quelle: Finn – Pressemitteilung










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