Anfang dieses Jahrtausends war der Fiat Multipla eines der wohl am meisten belächelten Autos aller Zeiten, doch in den 1950er und 1960er Jahren war das gleichnamige Modell ein praktisches und geräumiges kleines Auto, das sich großer Beliebtheit erfreute. Ein neues Elektro-Leichtfahrzeug der italienischen Stellantis-Marke soll das Design dieses älteren Multipla wieder aufgreifen, berichtet InsideEVs. Der Name des E-Autos soll Multiplina lauten. Zunächst war jedoch von Quattrolino die Rede.
Das entsprechende Konzept als großer Bruder des Fiat Topolino wurde demnach jüngst im Vatikan gezeigt. Ab 2028 soll das Elektroauto der Fahrzeugklasse L7e den Topolino aus der kleineren Klasse L6e um eine viersitzige und geräumigere Alternative ergänzen. In dieser Klasse sind 15 kW Dauerleistung möglich. Eine verbindliche Höchstgeschwindigkeit schreibt die Klasse zwar nicht vor, realistisch sind bei solchen Fahrzeugen aber meist rund 80 bis 90 km/h. Da Fiat-Chef Olivier François offenbar sehr den Namen Multipla schätzt, erscheint eine Variante des Namens für das neue Modell wahrscheinlich.
Der historische Fiat 600 Multipla war mit vier Türen und bis zu sechs Sitzen deutlich praktischer als der normale Fiat 600. Durch die steile Front und die weit nach vorne gerückte Sitzposition bot der nur 3,53 Meter lange Wagen erstaunlich viel Innenraum, weshalb er teils als früher Vorläufer moderner Vans gilt. Genau daran knüpfen die Bilder des Multiplina Concept sichtbar an.
Etwa drei Meter lang
Offiziell vorgestellt werden soll die Studie im Herbst, die Serienversion ist laut des britischen Fachmagazins Autocar jedoch erst für 2028 geplant. Mit rund drei Metern Länge würde sie zwischen dem 2,54 Meter kurzen Topolino und dem 3,63 Meter langen Fiat 500e positioniert.
Neben dem Multiplina Concept zeigte Fiat InsideEVs zufolge auch eine überarbeitete Version des dreisitzigen Nutzfahrzeugs Tris, das mehr Platz und eine größere Batterie erhalten soll. Die Präsentation im Vatikan dürfte mit einer neuen Kooperation zusammenhängen: Fiat stellt dem Vatikanstaat laut Autocar 30 elektrische Leichtfahrzeuge zur Verfügung, darunter Topolino und Tris. Die ersten 20 Fahrzeuge wurden demnach bereits übergeben.
Elektro-Leichtfahrzeuge sind vor allem in Italien und Frankreich bereits verbreiteter als in Deutschland. Hierzulande haben sich solche Kleinstmobile bislang kaum durchgesetzt – auch wegen begrenztem Komfort, geringerer Crashsicherheit und fehlender staatlicher Förderung. Dennoch zeigt Fiat mit dem Multiplina, dass das Segment nicht nur nüchtern-praktisch, sondern auch charmant gedacht werden kann. Und das schafft ja bereits der Topolino auf famose Art.
Quelle: InsideEVs – Fiat Multiplina Concept: Neues Elektro-Leichtfahrzeug mit 4 Sitzen









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