EU prüft offenbar Zölle auf chinesische Hybridautos

EU prüft offenbar Zölle auf chinesische Hybridautos
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BYD

Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Die Europäische Union könnte ihren handelspolitischen Kurs gegenüber chinesischen Automobilherstellern weiter verschärfen. Laut übereinstimmenden Medienberichten verschiedener Nachrichtenagenturen sowie dem Handelsblatt bereitet die Europäische Kommission zusätzliche Ausgleichszölle auf Plug-in-Hybride aus China vor. Betroffen wären unter anderem Fahrzeuge von BYD, Chery oder SAIC. Die Kommission selbst wollte die Berichte demnach bislang nicht kommentieren. Im Januar wurde dies noch verneint.

Bereits seit Ende 2024 erhebt die EU zusätzliche Zölle auf in China produzierte Elektroautos. Je nach Hersteller liegen diese zusätzlich zum regulären Importzoll bei bis zu mehr als 35 Prozent. Hintergrund sind Vorwürfe, chinesische Hersteller würden durch staatliche Subventionen unfaire Wettbewerbsvorteile erhalten.

Sollten nun auch Plug-in-Hybride und bald vielleicht auch Vollhybride in den Fokus geraten, würde sich der Handelskonflikt zwischen Brüssel und Peking deutlich ausweiten. Bislang standen vor allem batterieelektrische Fahrzeuge im Mittelpunkt der Debatte. Gerade Plug-in-Hybride haben für viele chinesische Hersteller jedoch zuletzt an Bedeutung gewonnen, da sie sich in Europa teilweise einfacher vermarkten lassen als reine Elektroautos.

Chinesische Hersteller drängen nach Europa

Für die europäischen Hersteller könnte ein solcher Schritt kurzfristig etwas Luft verschaffen. Allerdings stellt sich die Frage, ob Zölle allein die strukturellen Probleme der europäischen Automobilindustrie lösen können. Während chinesische Hersteller ihre Modellpaletten in hohem Tempo erweitern und neue Technologien rasch in die Serie bringen, kämpfen viele europäische Anbieter weiterhin mit hohen Kosten und langen Entwicklungszyklen.

Zudem zeigen die Erfahrungen mit den bisherigen E-Auto-Zöllen, dass chinesische Hersteller ihre Expansion in Europa trotz zusätzlicher Abgaben fortsetzen. Einige investieren inzwischen sogar direkt in Produktionsstandorte innerhalb Europas, um Handelsbarrieren zu umgehen.

Ob die geplanten Hybridzölle tatsächlich kommen, hängt von der Zustimmung der EU-Mitgliedstaaten ab. Sollte Brüssel den Schritt gehen, dürfte dies die ohnehin angespannten Handelsbeziehungen zwischen Europa und China weiter belasten. Für Verbraucher könnte das Angebot günstiger elektrifizierter Fahrzeuge gleichzeitig kleiner werden.

Quelle: Manager Magazin – EU plant offenbar Zölle auf chinesische Hybridautos (dpa)

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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