Die Europäische Kommission prüft entgegen anders lautender Medienberichte keine Zölle auf Hybridautos aus China, wie ein Sprecher des Handelsministeriums klargestellt hat. Demzufolge hat man in Brüssel keine Pläne, Plug-in-Hybride wie Elektroautos aus China mit Zöllen zu belasten.
„Wie ich bereits gesagt habe, gibt es im Namen der Europäischen Kommission keine laufenden Untersuchungen zu Exporten von Hybridfahrzeugen aus China in die Europäische Union“, erklärte der EU-Handelssprecher Olof Gill auf einer Pressekonferenz in Brüssel, nachdem die Frage im Raum stand, ob Mitglieder der Europäischen Kommission auf eine derartige Untersuchung drängen würden.
Gill betonte zudem, dass die ursprünglich durchgeführte Untersuchung sich lediglich auf Elektroautos fokussiert habe. Nach den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) ist die Durchführung der Untersuchung Voraussetzung dafür, dass überhaupt Zollmaßnahmen eingeleitet werden dürfen. „Derzeit läuft keine Untersuchung zu den Exporten von Hybridfahrzeugen aus China in die EU“, betonte der Sprecher in Brüssel.
Die EU hatte im Herbst 2024 Zölle in Höhe von bis zu 35,3 Prozent auf in China produzierte Elektroautos eingeführt, zusätzlich zu den ohnehin erhobenen Importzöllen in Höhe von 10 Prozent des Fahrzeugwerts. Dadurch sollte der unfaire Wettbewerbsvorteil ausgeglichen werden, den chinesische Hersteller aus Sicht der EU durch die Subventionspolitik in dem asiatischen Land haben. Laut Gill ist der Bereich der Elektrobatterien als „Problem, als Handelsmuster, das eine Bedrohung für die Industrie der Europäischen Union darstellen könnte“, herausgestellt worden.
Die Europäische Kommission hatte eine Aussetzung der Zölle in Aussicht gestellt, insofern sich die Parteien auf faire Wettbewerbsbedingungen einigen könnten. Trotz weiterer Gespräche ist eine solche Vereinbarung bisher nicht zustande gekommen.
Quelle: Mobility Portal – Brussels denies it is exploring tariffs on Chinese hybrid cars like those it imposes on electric cars







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