Regionaler Elektroflugverkehr: Fraport und Lilium starten Zusammenarbeit

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Lilium

Daniel Krenzer
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Der weltweit aktive Flughafenbetreiber Fraport und Lilium, ambitionierter Entwickler des ersten vollelektrischen senkrecht startenden und landenden Jets („eVTOL“), haben eine strategische Zusammenarbeit bekanntgegeben. Die beiden Partner wollen laut einer Pressemitteilung die erforderlichen Planungs- und Genehmigungsschritte für eine Infrastruktur zur Einführung des kommerziellen eVTOL-Betriebs an Flughäfen detaillieren. Fraport ist an 30 internationalen Flughäfen auf vier Kontinenten aktiv.

Die Partnerschaft werde damit beginnen, Deutschland und die Industrie auf die Einführung regionaler elektrischer Luftverkehrsmobilität vorzubereiten. Dafür wollen die Partner mit Industrieverbänden und der deutschen Regierung zusammenarbeiten, um die notwendigen regulatorischen Arbeiten voranzutreiben, heißt es. Lilium hat seinen Sitz in München und durfte sich kürzlich sowohl über den Produktionsstart als auch eine Kooperation mit Lufthansa freuen, um die Technologie der elektrischen Fluggeräte weiter voranzutreiben.

Fraport und Lilium planen, zukünftige Mobilitätskonzepte für sogenannte Vertiport-Netze zu analysieren, die für senkrecht startende und landende Elektroflugzeuge geeignet sind. Fraport und Lilium werden laut der Mitteilung auch untersuchen, wie zukünftige Vertiport-Konzepte für diese Art der Mobilität aussehen könnten, insbesondere an und um Flughäfen. Die Fraport-Partnerschaft ergänzt die bestehenden Partnerschaften von Lilium an mehreren Flughäfen in ganz Deutschland, unter anderem in Stuttgart, München, Nürnberg, Köln-Bonn und Düsseldorf.

In den vergangenen Jahren habe Lilium verschiedene Implementierungsstudien mit Flughäfen und Flugsicherungsbehörden zu Themen der eVTOL-Infrastruktur durchgeführt, die die Machbarkeit der regionalen Luftfahrt mit eVTOLs bestätigten. Diese Studien bezogen sich auf geeignete Standorte, strukturelle Umsetzung und Verfahren zur Luftraumintegration, einschließlich potenzieller Anwendungsfälle und Routen. Basierend auf dieser Arbeit arbeite Lilium kontinuierlich an Partnerschaften und Kooperationen mit den relevanten privaten und öffentlichen Akteuren, „um das Ökosystem und das potenzielle Netzwerk für den eVTOL-Betrieb auszubauen und die elektrische Luftfahrt in Deutschland Realität werden zu lassen„.

Fraport: Zukunftsweisende Perspektive

Alexander Laukenmann, Geschäftsbereichsleiter Aviation bei Fraport, sagte: „Bei dieser Zusammenarbeit liegt unser Fokus auf der Untersuchung zu Auswirkungen von eVTOLs auf die Flughafeninfrastruktur. Als zukunftsweisende und umweltverträgliche Perspektive für den regionalen Luftverkehr haben eVTOLs das Potenzial, in den kommenden Jahren neue Modelle des individuellen Reise- und Mobilitätsbedarfs nachhaltig zu entwickeln. Fraport ist als Deutschlands intermodales Drehkreuz Nummer eins weltweit führend in der nahtlosen Verknüpfung verschiedener Verkehrsträger. Unser Ziel ist es, diese Führungsposition zu halten und auszubauen.“

Lilium-Geschäftsführer Klaus Roewe betonte: „Mit Fraport haben wir uns mit einem der renommiertesten internationalen Flughafenbetreiber der Welt zusammengetan. Durch diese Partnerschaft erwarten wir, die Bedingungen für den Regionalflugverkehr mit elektrisch betriebenen und leisen Jets weiter detaillieren zu können. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit unseren potenziellen Kunden in Deutschland und Europa regulatorische und praktische Schritte für geeignete Rahmenbedingungen für die elektrische Luftfahrt voranzutreiben.“

Der Lilium Jet wird laut Hersteller ein geräumiges, geräuscharmes, schnelles und emissionsfreies regionales Verkehrsmittel sein, das Lilium zum Marktführer für nachhaltige regionale Luftmobilität für Passagiere und Fracht machen soll.

Quelle: Lilium – Pressemitteilung vom 10. Januar 2024

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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