E-Autos führen das Stadtauto-Ranking des ADAC an

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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 3 min

In Städten mit viel Verkehr bleibt für alle Verkehrsteilnehmer naturgemäß wenig Platz. Und wenn man bei der oft aussichtslosen Suche nach einem Parkplatz endlich fündig wird, dann sollte das Auto natürlich auch in die Lücke passen. Und je kleiner das Auto, desto knapper darf die Lücke ausfallen.

Fahrzeuge im Stadtverkehr sollten also ganz bestimmte Anforderungen erfüllen, weshalb sich der ADAC in einer aktuellen Auswertung bewusst die Stadttauglichkeit heutiger Autos einmal genauer angesehen hat. In die Bewertung fließen neben dem Wendekreis auch Länge, Breite, die Rundumsicht sowie der Verbrauch innerorts ein. Die Datenbasis dafür stammt aus dem ADAC Autotest.

Wenig überraschend schneiden besonders die Klein- und Kleinstwagen im Vergleich gut ab. Die kurzen Radstände sorgen für einen kleinen Wendekreis, manchmal wird bei dieser Fahrzeugklasse auf einen Hinterradantrieb gesetzt, sodass die Vorderräder beim Lenken noch etwas weiter eingeschlagen werden können. In der Gesamtbewertung schneiden vor allem Elektroautos besonders gut ab, in den Top Ten sind sieben Fahrzeuge vollelektrisch.

Am besten schneidet der Renault Twingo E-Tech mit einer Stadttauglichkeits-Note von 1,9 am besten ab. Der Honda e (Note 2,0) und der Smart Forfour EQ (Note 2,2) komplettieren die Top 3. Wer den Smart Fortwo als Stadtauto schlechthin vermisst: Er wurde eingestellt und zuletzt 2018 vom ADAC getestet, hat es also nicht mehr in diese Auswertung aktuellerer Autotests geschafft. Mit der damaligen Bewertung von 2,0 bei der Stadttauglichkeit wäre er aber auch ganz vorne mit dabei gewesen. Die gute Nachricht für alle Fortwo-Fans: Noch 2026 will Smart das Nachfolgemodell vorstellen.

Auf den letzten Plätzen des Stadttauglichkeits-Rankings tummeln sich vor allem große und lange Fahrzeuge. Besonders Pickups haben bauartbedingt häufig einen sehr großen Wendekreis: Das liegt nicht nur an den reinen Abmessungen, sondern auch am häufig verbauten Allradantrieb, der nur begrenzten Lenkeinschlag zulässt. Ford Ranger Raptor und VW Amarok teilen sich mit der Note 5,1 den letzten Platz. Nur unwesentlich besser (Note 5,0) schneidet die 7er Reihe von BMW ab.

ADAC (Screenshot)

Der ADAC empfiehlt generell, dass sich Verbraucher vor dem Autokauf Gedanken zum Verwendungszweck machen sollten. Bei einer Probefahrt kann neben anderen Fahrsituationen auch der Wendekreis getestet werden. Gerade im Stadtverkehr kann ein passgenaues Auto dem Besitzer viel Geld und Nerven sparen. Darüber hinaus sollten die Fahrzeughersteller die kleinen und stadttauglichen Autos nicht aus den Augen verlieren. Der ADAC beobachtet, dass die Modellvielfalt im kleinen Segment seit Jahren rückläufig ist – zeitgleich werden die Fahrzeuge immer teurer.

Quelle: ADAC – Pressemitteilung vom 19.02.2026

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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