Lilium und InoBat planen Großserienproduktion von Batteriezellen

Lilium und InoBat planen Großserienproduktion von Batteriezellen
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Lilium

Daniel Krenzer
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Das Unternehmen Lilium, laut Pressemitteilung Entwickler des ersten vollelektrischen senkrecht startenden und landenden Jets, erweitert seine bestehende Partnerschaft mit dem slowakischen Unternehmen InoBat. InoBat soll demnach eine Großserienproduktion von Hochleistungsbatteriezellen für den Lilium Jet übernehmen. Die erweiterte Partnerschaft sei Teil von Liliums Strategie der Beschaffung von Zellen aus mehreren Quellen. Sie diene dazu, die Versorgung mit Batteriezellen für die Inbetriebnahme des Lilium Jets und die folgenden Jahre zu sichern.

InoBat wird die Lilium-Jet-Batteriezellen in seinem bestehenden Werk Volta I und seinem künftigen Werk Volta II in Voderady, Slowakei, herstellen“, heißt es in der Mitteilung von Lilium. Die Produktion im Werk Volta I soll Anfang 2024 anlaufen. Das Werk Volta II werde die erste Gigafabrik von InoBat mit einer Produktionskapazität von bis zu 4 Gigawattstunden (GWh) sein. Damit könne allerdings nur ein Teil des Bedarfs an Batteriezellen von Lilium in den kommenden Jahren gedeckt werden.

Gotion High-Tech, Lieferant der Unified Cell, die laut Lilium-PM in bis zu 80 Prozent aller künftigen Elektroautos des Volkswagen-Konzerns eingebaut werden soll, hält einen Anteil von 25 Prozent an InoBat. Größter externer Anteilseigner von Gotion High-Tech ist der Volkswagen-Konzern. Er werde Ressourcen und Fertigungs-Know-how einbringen, um die Kapazität des InoBat-Werks Volta II hochzufahren.

Freude über Großserienproduktion

„Lilium hatte sich an der jüngsten Serie-C-Investitionsrunde von InoBat beteiligt, behält jedoch seine wertvollen Patentrechte an der Lilium-Jet-Batterietechnologie. Mehrere von Dritten durchgeführte Testkampagnen mit Prototyp-Batteriezellen von Lilium haben die Energiekapazität, Leistung und Zykluslebensdauer dieser innovativen Batteriezellentechnologie nachgewiesen“, schreibt das Unternehmen.

Yves Yemsi, COO von Lilium, sagte: „Wir freuen uns, gemeinsam mit InoBat die Großserienproduktion von Lilium Jet-Batteriezellen voranzutreiben. In Übereinstimmung mit bewährten Verfahren und unserer erklärten Strategie gehen wir davon aus, dass mehrere Zelllieferanten unser Flugzeugprogramm unterstützen werden, um eine zuverlässige Serienproduktion von Batteriezellen für die kommenden Jahre zu gewährleisten.“

Marian Bocek, Mitbegründer und CEO von InoBat, erklärte: „Die Vision von Lilium, den Flugverkehr zu revolutionieren, und sein Engagement für Innovation decken sich hervorragend mit unserer Kernstrategie auf dem globalen Elektroauto-Markt. Wir freuen uns darauf, mit Unterstützung von Gotion High-Tech unsere laufende Zusammenarbeit mit Lilium auf die nächste Stufe zu heben und daran mitzuwirken, die Lieferung hoher Stückzahlen von qualitativ hochwertigen Batteriezellen für den Lilium Jet sicherzustellen.“

Lilium hat Hauptsitz in München

Steven Cai, Vorstandsmitglied und CTO bei Gotion High-Tech, kommentierte: „Wir bei Gotion High-Tech wollen eine zentrale Rolle beim Übergang zu einer kohlenstoffneutralen Welt spielen. Durch unsere Partnerschaft mit InoBat freuen wir uns darauf, der europäischen Industrie für elektrische Senkrechtstarter leistungsstarke elektrische Energie zur Verfügung zu stellen.“

Lilium entwickelt laut eigenen Angaben ein nachhaltiges und zugängliches regionales Hochgeschwindigkeitstransportmittel für Personen und Güter. Mit dem Lilium Jet, einem vollelektrischen, senkrecht startenden und landenden Jet, der eine führende Kapazität, geringe Lärmbelastung und hohe Leistung bei null Betriebsemissionen bieten soll, will Lilium die Dekarbonisierung des Flugverkehrs beschleunigen. Lilium arbeite mit führenden Unternehmen aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt, Technologie und Infrastruktur zusammen und habe bereits Verkäufe und Interessensbekundungen in Europa, den Vereinigten Staaten, China, Brasilien, Großbritannien und dem Königreich Saudi-Arabien bekanntgegeben.

„Zu dem über 800-köpfigen Team von Lilium gehören rund 450 Luft- und Raumfahrtingenieure und ein Führungsteam, das für die Entwicklung einiger der erfolgreichsten Flugzeuge der Luftfahrtgeschichte verantwortlich ist. Lilium wurde 2015 gegründet und hat seinen Hauptsitz und seine Produktionsstätten in München mit Teams in ganz Europa und den USA„, führt das Unternehmen in seiner Selbstbeschreibung aus.

Quelle: Lilium – Pressemitteilung vom 10. November 2023

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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