Elektroautos bleiben teurer als Verbrenner

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Mercedes-Benz

Hannes Dollinger
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Elektroautos werden auf absehbare Zeit höhere variable Produktionskosten haben als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Das sagte Ola Källenius, Vorstandsvorsitzender von Mercedes-Benz, am Sonntag auf der IAA in München.

Laut Källenius liegen die variablen Kosten für die Herstellung von Elektroautos weiterhin höher. Gründe dafür seien vor allem die Ausgaben für Batterierohstoffe wie Lithium, Nickel und Kobalt, die Softwareentwicklung für die komplexen Steuerungssysteme der E-Fahrzeuge sowie die hohen Energiekosten für die Batterieproduktion. Trotzdem wolle Mercedes die Kosten für seine Fahrzeuge stabil halten, so der Markenchef. 

Diese Mehrkosten könnten nicht 1:1 an die Kunden weitergegeben werden, erklärte der Mercedes-Chef. Die Kunden seien nicht bereit, die höheren Preise für Elektroautos vollständig zu tragen. Mercedes-Benz arbeite daher intensiv daran, die Fixkosten zu optimieren und Skaleneffekte durch höhere Produktionsvolumina zu erreichen.

Ziel sei es, mit Elektroautos trotz der zunächst höheren variablen Kosten ähnliche Gewinnmargen zu erzielen wie mit Verbrennungsmotor-Modellen. Dies sei durch Kostensenkungen über den gesamten Produktionsprozess hinweg nötig, um die Wettbewerbsfähigkeit der Stromer zu sichern, so Källenius.

Beim neuen Kompakt-Stromer CLA, der 2025 auf den Markt kommen soll, wurden diese zum Teil schon umgesetzt. Laut Entwicklungschef Markus Schäfer konnten die Kosten im Vergleich zum Vorgängermodell um fast unglaubliche 50 Prozent gesenkt werden. Auch in puncto Reichweite und Verbrauch überrascht Mercedes mit Zahlen, die in den ersten Tests dann bestätigt werden müssen. Die Reichweite des Modells soll nämlich auf ca. 750 km steigen, bei einem Stromverbrauch von nur 12 kWh pro 100 km. Zum Vergleich: Der aktuelle EQA 350 hat einen Verbrauch zwischen 17 und 18 kWh auf 100 km.

Mercedes bietet den CLA künftig als Hybrid und rein elektrisch an. Eine Dieselvariante wird es nicht mehr geben. Die Batterien für den CLA kommen von den Zulieferern CATL und ACC.

Trotz dieser technischen Fortschritte bleibt die Kostenfrage eine Herausforderung für die Autohersteller und die Elektromobilität. Kunden müssen wohl auch zukünftig bereit sein, höhere Preise für nachhaltige E-Mobilität gegenüber konventionellen Verbrennern zu tolerieren. Unter diesem Kostendruck haben die Hersteller nur die Möglichkeit, ihre Prozesse weiter zu optimieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben und preislich attraktive Modelle zu präsentieren.

Quelle: Reuters – Mercedes boss: EV costs will remain higher for foreseeable future

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Hannes Dollinger

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Hannes Dollinger schreibt seit Februar 2023 für Elektroauto-News.net. Profitiert hierbei von seinen eigenen Erfahrungen aus der Welt der Elektromobilität.

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