DriveNow baut Elektroauto-Flotte in Hamburg deutlich aus

DriveNow baut Elektroauto-Flotte in Hamburg deutlich aus
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Michael Neißendorfer
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DriveNow, das Carsharing-Joint Venture der BMW-Group und der Sixt SE, baut den Anteil an Elektroautos in seiner Hamburger Flotte massiv aus. Die Zahl der vollelektrischen BMW i3 wird bis zum Jahresende auf 200 Autos aufgestockt, so das Unternehmen in einer Mitteilung. Damit wurde die E-Auto-Flotte, die zu Beginn im Juli 2015 zunächst noch 30 Stromer in der Hansestadt aufwies, innerhalb von nur zweieinhalb Jahren mehr als versechsfacht. Mit derzeit 150 BMW i3 ist Hamburg bereits heute der DriveNow-Standort in Deutschland mit den meisten Elektrofahrzeugen.

Die Freie und Hansestadt Hamburg und die BMW Group hatten im Mai 2017 in einem Memorandum of Understanding eine strategische Partnerschaft geschlossen, um neue Maßstäbe im Bereich urbaner Mobilität zu schaffen. Zielsetzung ist es, der Elektromobilität in der Elbmetropole flächendeckend zum Durchbruch zu verhelfen. Im Gegenzug zur ambitionierten Aufstockung der Elektroflotte von DriveNow hat die Stadt Hamburg das Ziel formuliert, bis 2019 schrittweise insgesamt 1000 öffentlich zugängliche und zusätzliche 150 Ladepunkte aufzubauen. Aktuell stehen bereits mehr als 650 öffentlich zugängliche Ladepunkte in Hamburg zur Verfügung, davon allein 611 durch die städtische Stromnetz Hamburg GmbH. Damit steht Hamburg beim Ladeinfrastrukturausbau bundesweit mit an erster Stelle.

„Für unsere Städte brauchen wir kluge Mobilitätskonzepte und kundenorientierte Angebote, die den gestiegenen Anforderungen an Mobilität in den Städten gerecht werden und dabei den Verkehr sauberer, leiser und effizienter machen. Durch den Ausbau der Ladeinfrastruktur werden wir die Elektromobilität im ganzen Stadtgebiet fördern. Unser Ausbauprogramm schafft damit auch die Voraussetzung für den Betrieb elektrifizierter Carsharing-Flotten. Für die Lebensqualität in Hamburg ist es gut, dass DriveNow den Anteil seiner Elektrofahrzeuge weiter ausbaut.“ – Olaf Scholz, Hamburgs Erster Bürgermeister

DriveNow setzt seit mehr als vier Jahren auf Elektromobilität und bietet seinen Kunden an allen Standorten die elektrischen BMW i3 an. Der Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität wird durch diverse Zahlen belegt. Rund 350.000 Kunden kamen durch die Fahrt mit einem der Elektroautos von DriveNow in Berührung mit Elektromobilität. Hierbei wurden bereits über 17 Millionen elektrische Kilometer zurückgelegt. Die CO2-Einsparungen belaufen sich dabei auf etwa 2500 Tonnen. Durch die Aufstockung in Hamburg hat DriveNow darüber hinaus die Gesamt-E-Flotte über alle Standorte hinweg auf über 1000 Elektroautos ausgebaut.

„Wir beobachten in Deutschland immer noch ein Henne-Ei-Problem, welches dafür sorgt, dass die Elektromobilität ihr Potenzial nur sehr langsam entfalten kann. Die zuständigen staatlichen Stellen bauen die Ladeinfrastruktur nur schleppend aus, weil es zu wenig Elektroautos gibt, um den notwendigen Druck aufzubauen. Gleichzeitig kommt der Kauf von E-Autos bzw. die Umstellung auf Stromer nicht in Schwung, weil die mangelnde Ladeinfrastruktur vielerorts noch abschreckt. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Hamburg zeigt als positives Beispiel, was möglich ist, wenn Unternehmen und Kommunen an einem Strang ziehen und ehrgeizige Ziele formulieren.“ Sebastian Hofelich, Geschäftsführer von DriveNow

Die Aufstockung auf 200 Stromer bis Ende 2017 soll noch nicht das Ende sein, so Hofelich: Gemeinsam mit der Stadt Hamburg wolle DriveNow untersuchen, ob sich der Zusammenhang zwischen dem Ausbau der Ladeinfrastruktur und dem Betrieb der stationslosen Elektroauto-Flotte positiv entwickelt. Abhängig davon will DriveNow die weitere Elektrifizierung seiner Hamburger Flotte machen – bis zu 550 Fahrzeuge bis 2019 seien möglich.

Quelle: DriveNow – Pressemitteilung vom 5.12.2017

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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