Citroën erweitert sein Mobilitätsangebot in Deutschland um eine speziell angepasste Version des Kleinstwagens Ami. Der ami[for]all richtet sich an Menschen mit Einschränkungen der unteren Gliedmaßen, insbesondere an Rollstuhlfahrer:innen, und soll ihnen mehr Selbstständigkeit im Alltag ermöglichen. Kurze Wege lassen sich damit zurücklegen, ohne auf Begleitpersonen oder öffentliche Verkehrsmittel angewiesen zu sein. Der Wagen ist ab sofort bestellbar.
Im Zentrum der Anpassungen steht der erleichterte Zugang zum Fahrzeug. Die Fahrertür öffnet bis zu 90 Grad und schafft dadurch mehr Platz für den seitlichen Transfer vom Rollstuhl auf den Fahrersitz. Ein ausklappbares Transferbrett überbrückt den Abstand zwischen Rollstuhl und Sitz, eine zusätzliche Halteschlaufe am Türrahmen unterstützt beim Ein- und Ausstieg.
Auch die Bedienung wurde angepasst. Gas und Bremse lassen sich über einen mechanischen Handhebel steuern, ein Lenkraddrehknauf erleichtert zudem das Rangieren in engen Situationen. Die serienmäßigen Pedale bleiben dabei erhalten, sodass der ami[for]all weiterhin auch von Personen ohne körperliche Einschränkung gefahren werden kann.
Zwei Wege für den Rollstuhltransport
Für den Transport des Rollstuhls selbst bietet Citroën zwei Optionen an. Er kann im Innenraum auf dem Beifahrersitz verstaut werden, was sich vor allem für Alleinfahrten eignet. Sitzt eine zweite Person mit im Wagen, lässt sich der Rollstuhl alternativ auf einem Aluminium-Heckträger befestigen. Beide Lösungen sollen eine flexible Nutzung des Zweisitzers im Alltag ermöglichen.

An den grundlegenden technischen Daten des Ami ändert der Umbau nichts. Der ami[for]all fährt rein elektrisch, erreicht bis zu 45 Kilometer pro Stunde und kommt laut WMTC-Norm auf eine Reichweite von bis zu 75 Kilometern. Die 5,5-kWh-Batterie lässt sich an einer gewöhnlichen 230-Volt-Haushaltssteckdose laden, eine vollständige Ladung dauert weniger als vier Stunden. Mit einer Länge von 2,41 Metern und einem Wendekreis von 7,20 Metern ist der Wagen auf den urbanen Alltag und kurze Pendelstrecken ausgelegt. Gefahren werden darf er bereits ab 15 Jahren mit der Führerscheinklasse AM.
Von der Mitarbeiteridee zur Serienreife
Entstanden ist der ami[for]all im Rahmen von Star*Up, einem internen Intrapreneurship-Programm des Stellantis-Konzerns, das Ideen von Mitarbeitenden zur Marktreife bringen soll. Nach der Einführung in Frankreich im Jahr 2023 ist das Modell inzwischen auch in Italien und Deutschland erhältlich. Für die Umrüstung ist der deutsche Spezialist Mobilcenter Zawatzky verantwortlich, die Anpassungen sind TÜV-geprüft. Der Umbausatz lässt sich mit allen konfigurierbaren Ami-Versionen kombinieren, vom Basismodell bis zu höher ausgestatteten Varianten, ohne die grundsätzlich einfache Bedienung des Fahrzeugs zu verändern.

Thomas Goldboom, Geschäftsführer von Citroën Deutschland, ordnet die Erweiterung in die Markenphilosophie ein: Der ami[for]all entspreche „genau der Philosophie des Ami und Citroën: eine praktische, zugängliche Mobilitätslösung für alle“. Man freue sich, die Lösung zur Unterstützung der Mobilität von Menschen mit Behinderungen nun auch in Deutschland anbieten zu können.

Quelle: Citroën – Pressemitteilung

![Citroën ami[for]all: E-Fahrzeug für Rollstuhlfahrer:innen](/_next/image?url=https%3A%2F%2Fwp.elektroauto-news.net%2Fwp-content%2Fuploads%2F2026%2F08%2Fami-for-all.jpg&w=3840&q=75)







Wird geladen...