CATL fährt Produktion in Thüringen hoch und vertieft Partnerschaft mit VW

CATL fährt Produktion in Thüringen hoch und vertieft Partnerschaft mit VW
Copyright:

Für seinen Standort in Thüringen sucht CATL nach neuen Mitarbeitern. Bild: Kittyfly / Shutterstock / 2433533549

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Seit gut zwei Jahren produziert der Weltmarktführer für E-Auto-Batterien CATL seine Batteriezellen auch in Thüringen, in Arnstadt in der Nähe von Erfurt. Dort will das chinesische Unternehmen, dessen deutsches Werk offiziell von der Contemporary Amperex Technology Thuringia GmbH betrieben wird, nun die Produktion weiter hochfahren, wie unter anderem Electrive mit Verweis auf die Nachrichtenagentur DPA berichtet.

„Das Werk arbeitet derzeit mit einem hohen Beschäftigungsgrad, um die Kundenanforderungen zu erfüllen“, sagte demnach ein Unternehmenssprecher auf DPA-Anfrage. Aktuell seien in dem Werk, das auf dem Gelände des ehemaligen deutschen Solarunternehmens Solarworld entstand, etwa 1700 Mitarbeitende beschäftigt, darunter auch „Fachleute aus China, die bei der Installation von Technik und dem Hochfahren des Werkes eingesetzt sind“, so die DPA.

Die chinesischen Facharbeiter sollen peu à peu wieder in ihre Heimat zurückkehren, CATL sucht daher nun in der Region verstärkt nach neuen Arbeitskräften und Auszubildenden für alle Produktionsbereiche. Etwa 30 Auszubildende seien aktuell beschäftigt, ebenso viele sollen in diesem Jahr dazukommen. Insgesamt seien im Karriere-Portal aktuell mehr als 100 Stellen ausgeschrieben, so Electrive – „vom Schichtleiter über das Product Engineering bis hin zum Steuerfachwirt oder Heizungs-, Lüftungs und Klimatechniker.“ Für seine zweite europäische Batteriefabrik in Ungarn, die noch in diesem Jahr die Produktion hochfahren soll, ist CATL derzeit ebenfalls auf Mitarbeitersuche. In Spanien will CATL gemeinsam mit dem Autokonzern Stellantis eine neue Produktionsanlage aufbauen.

Die Batteriezellen des chinesischen Herstellers werden unter anderm in Elektroautos des Volkswagen-Konzerns auf der Premium Platform Electric verbaut, aktuell dem Porsche Macan und Audi Q6 e-tron. Ihre Zusammenarbeit wollen VW und CATL künftig ausbauen: Ende der vergangenen Woche haben die beiden Unternehmen eine Absichtserklärung zur strategischen Zusammenarbeit unterzeichnet, um ihre Partnerschaft in den Bereichen Batterieforschung und -entwicklung, Anwendung neuer Materialien und Komponentenentwicklung zu vertiefen, so CATL in einer Mitteilung.

In einer separaten Erklärung zu dem Deal versprach Volkswagen-China, ebenfalls mit CATL zusammenzuarbeiten, um gemeinsam „kostengünstige“ Batterien zu entwickeln und das Recycling und den Austausch von Batterien sowie andere Bereiche der Zusammenarbeit zu erkunden.

Quelle: Electrive – CATL fährt Batterieproduktion in Thüringen weiter hoch / Reuters – China’s CATL to deepen battery R&D cooperation with Volkswagen

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Batterieentwicklung

Mehr Energie, geringere Kosten: Fraunhofer ISE optimiert Batteriezellen

Mehr Energie, geringere Kosten: Fraunhofer ISE optimiert Batteriezellen

Michael Neißendorfer  —  

Zehn bis 15 Prozent mehr Kapazität durch eine höhere Beschichtungsdicke der Batterieelektroden stellen die Forscher in Aussicht – und deutlich geringere Kosten.

Speicher-Hochzeit: So verbindet BMW Akku und Karosserie

Speicher-Hochzeit: So verbindet BMW Akku und Karosserie

Sebastian Henßler  —  

Bei der sogenannten Speicher-Hochzeit verbinden Roboter künftig Hochvoltbatterie und Karosserie bereits am Anfang der Fahrzeugmontage in Regensburg.

LG Energy Solution sichert sich US-Lithium aus Arkansas

LG Energy Solution sichert sich US-Lithium aus Arkansas

Arun Niemann  —  

Ein Zehnjahresvertrag mit Smackover Lithium soll LG Energy Solution unabhängiger von Importen machen und die US-Lieferkette für Batterien stärken.

Aviloo-Studie: Batteriezustand bei E-Autos schwankt stark

Aviloo-Studie: Batteriezustand bei E-Autos schwankt stark

Sebastian Henßler  —  

Der neue Aviloo Report wertet über 500.000 unabhängige Batterietests an 20 E-Auto-Modellen aus und zeigt, wie stark sich einzelne Fahrzeuge unterscheiden.

Batterierecycling in Deutschland: Projekt „Sherlock“ beginnt

Batterierecycling in Deutschland: Projekt „Sherlock“ beginnt

Maria Glaser  —  

Im Rahmen des Projekts werden standardisierte Güteklassen für Schwarzmasse entwickelt, welche die Prozesse des Batterie-Recyclings verbessern sollen.

BYD könnte Elektro-Kleinstwagen künftig in Ungarn bauen

BYD könnte Elektro-Kleinstwagen künftig in Ungarn bauen

Sebastian Henßler  —  

BYD plant, die im japanischen Kei-Car Racco entwickelte X-Pack-Batterietechnik künftig auch für einen kompakten Elektro-Kleinstwagen in Europa einzusetzen.

Batterierecycling: Europa braucht neue Geschäftsmodelle

Batterierecycling: Europa braucht neue Geschäftsmodelle

Daniel Krenzer  —  

Europa ist beim Batterierecycling technologisch stark. Eine Studie zeigt aber: Für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft braucht es neue Geschäftsmodelle.