Warum der BMW iX3 in China anders ausfällt als in Europa

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Stefan Grundhoff
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BMW enthüllt auf der Auto China in Peking Ende April die Langversion seines elektrischen BMW iX3. Marktstart in Asien ist nach dem Sommer, während die Erprobungen derzeit auf Hochtouren laufen.

Der neue BMW iX3 ist noch nicht einmal offiziell beim Händler, da ist man in der Münchner Firmenzentrale mehr als zufrieden mit den ersten Verkaufszahlen. Die Bestellungen laufen gut und die Jahresproduktion ist bereits zu großen Teilen vergriffen. Deutlich anheizen dürfte die weltweite Nachfrage die iX3-Version mit langem Radstand, die speziell für den chinesischen Markt entwickelt und zudem in Ländern wie Thailand, Indien, Malaysia und Indonesien verfügbar sein wird.

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„Der BMW iX3 Langversion markiert einen wichtigen Meilenstein in unserem Bestreben, Innovation, Fahrfreude und digitale Intelligenz für den chinesischen Markt zu vereinen“, sagt Birgit Boehm, Präsidentin und CEO von BMW Brilliance Automotive. „Die in China entwickelten Technologien der Neuen Klasse werden zu einem integralen Bestandteil der globalen Technologie-Roadmap und der Marken-DNA von BMW.“

Auf den ersten Blick gibt es gerade unter der Tarnfolie kaum Unterschiede zur bekannten Europa-Version, die aktuell im ungarischen Debrecen gefertigt wird. Erst bei genauerem Hinsehen fällt unter den Folien der um knapp elf Zentimeter verlängerte Radstand auf, der deutlich mehr Platz in die zweite Reihe bringt, worüber sich die Fondpassagiere freuen dürften. Zudem bekommt die XL-Version des chinesischen BMW iX3 eine angepasste Fahrwerksabstimmung für mehr Komfort und angepasste Rücksitze. Bedienung und Fahrerassistenzsysteme wurden ebenfalls speziell auf den chinesischen Markt abgestimmt.

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Die China-Version des BMW-Betriebssystems basiert daher zu 70 Prozent auf lokal entwickelter Software. Die in Zusammenarbeit mit Amap entwickelte Navigation ermöglicht dabei unter anderem präzise Visualisierungen komplexer Kreuzungen und Autobahnauffahrten. Der BMW Intelligent Personal Assistant, erweitert durch umfangreiche Sprachmodelle von Alibaba und DeepSeek, ermöglicht eine schnellere und natürlichere Sprachsteuerung.

Für verschiedene Bedienungen wurden Huawei-Technologien wie Digital Key, HiCar und eine chinesische BMW App auf Basis von HarmonyOS Next ins Fahrzeug gebracht, das sich damit deutlich von den Schwestermodellen für Märkte wie Europa oder die USA unterscheidet. Das gilt auch für die Fahrerassistenzsysteme nebst Software-Stack, die BMW zusammen mit Zulieferer Momenta speziell für China entwickelt hat. Das System ist auf die lokalen Verkehrsbedingungen und Nutzungsszenarien zugeschnitten und bietet marktspezifische Fahrerassistenzfunktionen, optimiert für komplexe Stadtumgebungen, Autobahnen und Langstreckenfahrten in China.

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Der Antrieb und das Batteriepaket wird sich hingegen nicht nennenswert unterscheiden, und so kann der 345 kW / 469 PS starke BMW iX3 Long Wheelbase Dank 800-Volt-Bordnetz mit bis zu 400 kW an einem Hypercharger nachladen. Durch den zahmeren, da eher urban definierten China-Verbrauchszyklus vergrößert sich die Normreichweite von knapp über 800 Kilometern in Europa auf mehr als 900 Kilometer.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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