Biden-Regierung: Verkaufsstopp für vernetzte Autos aus China

Biden-Regierung: Verkaufsstopp für vernetzte Autos aus China
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Laura Horst
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Noch kurz vor bevor Donald Trump ins Amt eingeführt wurde, hat der scheidende US-Präsident Joe Biden vergangene Woche einen Verkaufsstopp für vernetzte Autos chinesischer Hersteller entschieden. Dadurch soll verhindert werden, dass Kommunikationssysteme und andere Software in Autos aus China ausgelesen werden können. Das geplante Gesetz könnte unter anderem Konsequenzen für Polestar haben.

Vorgesehen ist, dass vernetzte Autos von Herstellern unter chinesischer oder russischer Kontrolle nicht mehr in den USA verkauft werden dürfen. Das Weiße Haus hat mitgeteilt, dass sich ausländische Gegner mittels Mobilfunk, anderer Kommunikationstechnik und Fahrassistenzsystemen Zugang zu Daten verschaffen könnten. Die neue Regel soll ab dem Modelljahr 2027 gelten.

Betroffen sind auch Autos, die in den USA gebaut werden, wie es bei Polestar der Fall ist. Der Hersteller baut Autos im US-Bundesstaat South Carolina, steht aber zum großen Teil unter der Kontrolle des chinesischen Geely-Konzerns. Die Robotaxi-Firma und Google-Schwester Waymo will umgebaute Autos der chinesischen Marke Zeekr nutzen und kann die Regel umgehen, da Waymo eigene Computer in die Karosserien einbauen will.

Die Biden-Regierung hat den US-amerikanischen Automarkt bereits durch Strafzölle von 100 Prozent auf Autos aus China abgeschirmt. Polestar hat infolge des Gesetzes entschieden, Autos für den amerikanischen und europäischen Markt in den USA herzustellen.

Mit dem Beginn der Amtszeit von Donald Trump dürfte ein harter Kurs gegenüber China fortgeführt werden. Trumps enger Vertrauter Elon Musk kritisiert die hohen Strafzölle und bezeichnet sie als Markteinführung. Für den Tesla-Chef ist China zum einen ein wichtiger Markt, zum anderen produziert Tesla selbst in einem Werk in Shanghai.

Quelle: Manager Magazin – Ab Modelljahr 2027 Biden verbietet vernetzte Autos chinesischer Hersteller

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