Autogipfel im Kanzleramt: „Masterplan für die Ladeinfrastruktur“ wird gemeinsam erarbeitet

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Sebastian Henßler
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Am gestrigen Montag saß man im Kanzleramt im Berlin zum sogenannten Autogipfel zusammen. An dem gut dreistündigen Treffen bei Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nahmen unter anderem VW-Chef Herbert Diess und BMW-Chef Harald Krüger ein. Auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) und Finanzminister Olaf Scholz (SPD) kamen dazu.

Eine Rückmeldung gab es kurz vor Mitternacht, aber nur von einem der Beteiligten, Bernhard Mattes, der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), trat vor die Presse. Viel Konkretes zu berichten gab es nicht. Man habe sich aber zumindest darauf verständigt ein Netz von Ladestationen für Elektroautos auszubauen.

„Wir haben uns klar verständigt, dass wir an einem Masterplan arbeiten wollen, einen Masterplan für die Ladeinfrastruktur. Denn das ist einer der wesentlichen Punkte für die Kundenakzeptanz.“  – Bernhard Mattes, VDA-Präsident

Die VDA dürfte sich bestätigt fühlen. Denn laut deren Aussage sei für einen erfolgreichen Markthochlauf der E-Mobilität der schnelle und nachhaltige Ausbau der Ladeinfrastruktur die wichtigste Voraussetzung. Vor dem Hintergrund der ehrgeizigen Ziele sei der derzeitige Bestand von 17.400 öffentlich zugänglichen Ladepunkten in Deutschland „absolut unzureichend“. Zum Vergleich: Ende 2018 gab es in China schon etwa 330.000 öffentlich zugängliche Ladepunkte.

Nun scheint es also soweit zu sein, dass man sich zum „Masterplan Ladeinfrastruktur“ bekennt. Mehr bisher aber auch noch nicht. Über konkrete finanzielle Zusagen, etwa Förderungen beim Ausbau der Ladestationen in den Städten und Gemeinden sowie an den Autobahnen, gab es nicht, sagt VDA-Chef Mattes: „Wir haben über finanzielle Zusagen und Fördermittel nicht gesprochen.“

Aktuell steht nur unsere Meldung von Mitte Juni im Raum. Laut dieser soll, stärker als bisher angenommen, die Ladeinfrastruktur in Deutschland wachsen. Damit dies geschieht sprechen sich die geschäftsführenden Vorstände der Bundestagsfraktionen von CDU, CSU und SPD in einem veröffentlichten Beschluss für eine stärkere Förderung des Ausbau öffentlich zugänglicher Strom-Tankstellen aus. Statt bisher 300 Millionen Euro sollen nun 600 Millionen Euro in das 2020 auslaufende Bundesförderprogramm Ladeinfrastruktur fließen.

Konkret will man, im Rahmen des „Masterplan Ladeinfrastruktur“, nun klären, wie man in Deutschland das Ladenetz so ausbaut, dass bis 2030 bis zu zehneinhalb Millionen E-Fahrzeuge auf der Straße sein könnten. So viele Fahrzeuge seien notwendig, um die Klimaziele zu erreichen. Bei einem nächsten Termin sollen Ergebnisse präsentiert werden.

Im Herbst sollen dann auch Beschlüsse folgen. Bis dahin bleibt ein Autogipfel im Kanzleramt ohne Maßnahmen. Langfristig müssten dann aber „weitere Alternativen hinzukommen, die für andere Anwendungen sinnvoll seien“, so der VDA-Präsident weiter. Er wies zudem Bedenken zurück, dass dies eine einseitige Fixierung auf E-Mobilität darstelle.

Quelle: BR.de – Autogipfel im Kanzleramt endet ohne Maßnahmen // t-online.de – Bund und Autobranche wollen Ladenetz ausbauen

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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