Audi Q4, Mercedes EQB und BMW iX1 im Vergleichstest

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Die Kollegen von „Auto Bild“ haben in der Ausgabe vom 20. April drei deutsche Elektro-SUVs der Kompaktklasse gegeneinander antreten lassen. Ins Rennen geschickt wurden ein Audi Q4 50 e-tron Quattro, ein Mercedes EQB 350 4Matic sowie ein BMW iX1 xDrive30. Als Sieger aus dem Trio ging ausgerechnet das günstigste Fahrzeug hervor.

Bei der Systemleistung liegen alle drei Modelle eng beisammen (215 bis 230 kW), bei der Höchstgeschwindigkeit hinkt der Mercedes mit 160 den anderen beiden Kontrahenten um 20 Stundenkilometer hinterher. Alle Testfahrzeuge haben Allrad-Antrieb. Von den Ausmaßen her ist der EQB mit 4,68 Metern der größte – vor dem Q4 mit 4,59 Metern sowie dem iX1 mit 4,50 Metern Länge.

Mehrverbrauch von bis zu 38 Prozent

Dank des größten Akkus (netto) hat der Audi die höchste Reichweite (76,6 kWh, 502 Kilometer), im Mercedes sind es 66,5 kWh und 410 Kilometer, im BMW 64,7 kWh und 430 Kilometer. Beim WLTP-Verbrauch liegt der BMW mit 17,3 kWh knapp vor dem Audi mit 17,5 kWh, dann folgt der Mercedes mit 18,7 kWh. Dieser hat allerdings auch mit 100 kW die geringste maximale Ladeleistung, während BMW und Audi 130 bzw. 135 kW in Aussicht stellen.

Im Auto-Bild-Test ergaben sich davon abweichende Verbrauchswerte, wobei der iX1 mit plus 31 Prozent die geringste und der Q4 mit plus 38 Prozent die größte Abweichung aufwies. Die ermittelten Reichweiten lagen bei 300 (Mercedes) bis 395 Kilometern (Audi).

Auto Bild: „Verdienter Sieger“

Insgesamt bewertet Auto Bild in sieben Kategorien. Der Mercedes entschied die Kategorien „Karosserie“ und „Connected Car“ für sich. Der BMW hingegen entschied „Komfort“, „Antrieb“, „Fahrdynamik“ und „Umwelt“ für sich. Den Sieg bei den „Kosten“ teilten sich der Audi und der BMW iX1, der mit 583 von 800 möglichen Testpunkten Sieger des Vergleichs wurde. Auf Platz zwei schaffte es der Audi Q4 mit 572 Punkten, den dritten Rang belegte der Mercedes EQB mit 561 Zählern. Die Kontrahenten liegen also eng beieinander.

Über den „verdienten Sieg“ des Münchners schreibt die Auto Bild: „Er ist nicht nur das modernste und dynamischste Fahrzeug, er ist auch am preiswertesten.“ Die bewerteten Preise der Testfahrzeuge lagen bei 63.130 Euro beim BMW, 65.060 Euro beim Audi sowie 66.218 Euro beim Mercedes. Auch Verarbeitung und Fahrspaß fielen beim BMW besser aus als bei den Kontrahenten. Am Mercedes loben die Tester die Sicherheitsausstattung, der Audi Q4 sei „fein ausgetüftelt“ und erhielt von den drei Fahrzeugen die besten Noten bei der Federung.

Quelle: Auto Bild (20. April 2023, S. 22 bis 29) – „Spannung bei den Edel-Elektrikern“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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Groß:

Akzeptieren Sie bitte einfach, dass die die deutsche Automobilindustrie nicht mehr auf der Höhe des Technischen Fortschritt ist.
Gerade die Start-Up welche Sie mit China ansprechen haben die gleichen Zulieferer wie die Deutschen.
Nio z.B. verbaut das gleiche Fahrwerk wir BMW im X5 und hat ein Entwicklungszentrum in München.
BMW lässt sich in China von einem chinesischen Autobauer mit Teilen beliefern bei welchem nicht einmal mehr die Chinesen ihre Autos kaufen.
Mercedes ist zu knapp 20 % Chinesisch.
Audi wird weltweit als zu biedere Automarke angesehen.
Mercedes produziert weltweit teilweise nicht mit einem deutschen Maschinenpark.
VW produziert den neuen Passat nicht mehr in Deutschland und baut in den USA neue Werke.

Ohne Kritik, ohne Tesla, die Chinesen oder Amis würden immer noch Loblieder auf den Dieselmotor gesungen.

VW hat es jetzt ein Stück weit erkannt und versucht durch Investitionen in China an die Vernetzung der Autos aufzuschließen.

Das hat nichts damit zu tun deutsche Autos unabhängig zu testen oder bewerten zu lassen. Es hat damit zu tun, dass man die Augen vor der Entwicklung nicht verschließen darf.

Nur wer neue Wege geht macht Fortschritte. Wer sich dagegen auf altem ausruht und sich nicht weiter entwickelt verliert und fällt zurück.

Kritik ist zum Überlegen da und um sich zu verbessern.

Sonnenanbeter:

Hallo Leute,
wir haben ihn. Seit Montag und einer Warteschleife von 18 Monaten und 20 Tagen. Den Q4 etron. Die ersten Tage haben uns begeistert. Wir sind rein aus finanziellen Gründen nicht vom Kaufvertrag zurückgetreten. Volle Förderung, keine Preissteigerungen und ein zusätzlicher Grosskundenrabatt haben das Fahrzeug unschlagbar günstig gemacht. Da wir als absolutes Muss eine AHK und ein Schiebedach im Lastenheft hatten, blieben nicht mehr so viele Alternativen. Nun tanken wir die Sonne von unserem Dach. Coole Sache.

Steven B.:

Schon klar, wenn es einen nicht passt einen unabhängigen Test neutral zu lesen und zu bewerten, wird am Ende wieder die Keule gegen deutsche OEM ausgepackt. Wenn es einigen so schwer fällt deutsche Fahrzeuge unabhängig bewerten zu lassen, dann wandert doch in Gottes Namen aus und sprecht chinesisch, englisch oder was auch immer. Ich als deutscher+schweizerischer Staatsbürger und Käufer von europäischen Produkten finde diese Vergleiche weiterführend. Ja ich bin auf gewisse Art und Weise auch patriotisch und versuche die Wertschöpfungskette zu Gunsten Europas zu beeinflussen. Aber bitte, dass hält euch auch weiterhin nicht davon ab, immer gegen etwas zu sein, anstatt etwas zu unterstützen oder gar gut zu heissen. Es ist echt mühsam und ich wünschte mir, diese Kommentatoren würden gerne wo anders geboren sein, als in Europa, schnell würden sie erkennen, wie gut europäische Produkte im Vergleich mit dem Weltmarkt sind und immer sein werden. Aktzeptiert es einfach!

Groß:

Ich muss Dir recht geben.
Hier werden E-Autos unter der alten deutschen Verbrennersichtweise getestet. Diese Test sind so veraltet und um Fahrzeuggenerationen hinter der aktuellen Technik. Mich friert es da nur noch.
Gerade BMW hat in Asien bzw. China den Preis für den X1 rapide gesenkt weil er dort ein Ladenhütr ist den Keiner kaufen möchte.
Alle 3 getestet Autos fallen international durch.
Die Vernetzung des Autos ist heutzutage das A und O. Dies ist aber in Deutschland leider noch nicht angekommen.
Bei den Verkaufszahlen kann ich nur sagen das ein hoher Prozentsatz von wenig immer noch wenig ist.
Premium Autos wie die welche gerade von den Getestet. Hersteller in Shanghai gezeigt werden zeigen Doch bloß, dass diese mehr oder weniger von internationalen Markt gefordert werden und die deutsche Hersteller diese nur Widerwillig zeilenweise sie immer noch nicht die Zeichen der Zeit erkannt haben.

MMM:

Ich überlege gerade, welche Autos man noch hätte testen können.
TMY: zu groß
Fisker Ocean: zu groß
Kia EV9: zu groß
Ford, Citroen, DS,
Den Opel Mocca? Oder ist der zu klein? Aber der wäre ja irgendwie auch deutsch.
Vielleicht ging es aber auch um „Premium“. Wird man die AutoBlöd fragen müssen. Oder eine andere Zeitung lesen. Das wäre übrigens meine Empfehlung: erstmal die Finger vom Axel Springer Verlag lassen.

Nachtrag: Volvo XC40 hätte ins Rennen gepasst. Habe aber keine Ahnung, ob der von den Stückzahlen her relevant ist.

Robert:

Klar nur deutsche Autos testen damit man sich nicht blamiert wenn die ausländische Konkurrenz mal mitgetestet wird da könnten die Deutschen fahrtzeuge plötzlich auf den letzten Plätzen liegen besonders beim Preis-Leistungsverhältnis

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