Audi nutzt MEB-Plattform von VW für Einstiegs-Stromer

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Bei der Internationalen Automobilausstellung IAA in München gab Oliver Hoffman, Technikchef von Audi, bekannt, dass das Unternehmen weiterhin auf die MEB-Plattform des VW-Konzerns setzen wird, insbesondere für Einstiegs-Elektroautos. Hoffman betont, gegenüber Autocar, dass die MEB-Plattform in den kommenden Jahren speziell für Elektroautos des „A-Segments“, genutzt werde. Dies bezieht sich auf Modelle wie den A3 und den Q2.

Dies ist insofern relevant, da derzeit nur der Audi Q4 E-tron auf dieser Plattform basiert. Im Vorfeld zu Hoffmans Aussage gab es bereits Spekulationen über die zukünftige Nutzung der Plattform durch Audi, hauptsächlich da der neue Audi Q6 E-tron eine Reihe von Elektroautos auf der neuen PPE-Struktur anführen wird. Insofern ist der Ausblick auf Nutzung der aktualisierten MEB-Plattform, bekannt als MEB-EVO erwähnenswert. So könnte der Plattform die Rolle als Übergangsarchitektur zu SSP zuteilwerden und Ladekapazitäten zwischen 175 kW und 200 kW unterstützen. Auf Basis der 400-Volt-Technologie.

Hoffman erklärte weiter, dass Audi unter der neuen Namensstrategie des Unternehmens, bei der Elektroautos gerade Nummern und Verbrennungsfahrzeuge ungerade Nummern erhalten, möglicherweise ein Modell mit der Bezeichnung A2 E-tron einführen könnte. Dies wäre eine Wiederbelebung eines Namens, der seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr verwendet wurde. Die Frage, wie Audi seine Premium-Position beibehalten kann, während es sein Elektroangebot erweitert, wurde ebenfalls angesprochen. Hoffman betonte, dass Audi in der „Dekade der Transformation“ sei. Ab 2026 plant das Unternehmen, weltweit nur noch Elektroautos auf den Markt zu bringen. Dies bedeutet, dass in allen Kernsegmenten, vom A-Segment bis zum D-Segment, batterieelektrische Fahrzeuge eingeführt werden.

Hoffman gab auch zu verstehen, dass trotz der Einführung von E-Autos auch Verbrenner und Plug-in-Hybride parallel angeboten werden könnten. Dies deutet darauf hin, dass Modelle wie der A3 in irgendeiner Form weiterhin erhältlich sein könnten, neben einem elektrischen Äquivalent. Dennoch wird man aber vor allem im Bereich der reinen Elektroautos eine Vielzahl von neuen Modellen auf der Straße sehen. Audi plant, in den nächsten zwei Jahren fast 20 neue Modelle auf den Markt zu bringen.

Die zukünftige A3-Nachfolgeversion wird voraussichtlich von der MEB-Plattform angetrieben und wird erstmals seit seiner Einführung im Jahr 1996 nicht über Frontantrieb verfügen. Es wird erwartet, dass dieses Modell auch leistungsstärkere Varianten hervorbringt, wie den S3 und RS3. Zudem geht man davon aus, dass dieser elektrische RS3 in der Lage sein wird, den aktuellen Fünfzylinder-Benziner beim Spurt zu übertreffen. Dies deutet auf eine Beschleunigungszeit von weniger als 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h hin.

Quelle: Autocar – Audi A3 to get electric successor on MEB platform by 2027

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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