Audi plant Luxus-Geländewagen gegen Land Rover Defender

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Audi | Audi Q6 e-tron offroad concept im Kaunertal

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Audi erwägt den Einstieg in ein bislang unbesetztes Marktsegment. Konzernchef Gernot Döllner ließ auf der jährlichen Medienkonferenz des Unternehmens durchblicken, dass ein luxuriöser Geländewagen nach dem Vorbild des Land Rover Defender in Planung sein könnte. Auf entsprechende Spekulationen angesprochen, wich er einer direkten Bestätigung zwar aus, machte aber deutlich: „Die Marke Audi kann alles – vom elektrischen Einstiegsmodell über Sportwagen bis hin zu robusten SUV.“ Für die Zukunft könne man viel erwarten.

Ein solches Fahrzeug würde insbesondere den US-amerikanischen Markt adressieren, der für Audi strategisch an Bedeutung gewinnt. Die Ingolstädter setzen dort verstärkt auf lokal zugeschnittene Produkte mit klarem Fokus auf SUV. Das zeigt sich bereits am kommenden Q9, dem bislang größten und luxuriösesten Modell der Marke. Döllner betonte, man habe genau hingehört, was Kund:innen in den USA wünschen. Der Q9 werde zunächst in den Vereinigten Staaten auf den Markt kommen – ein deutliches Signal für die Ambitionen vor Ort.

Die Idee eines Flaggschiff-Geländewagens kursiert bereits seit 2023. Der damalige Designchef Marc Lichte sah darin eine logische Erweiterung der Quattro-Tradition und verwies auf das lukrative Segment, in dem Audi bislang nicht vertreten sei. „Es gibt nur zwei Premium-Anbieter dort“, sagte er damals, „und ich denke, es gibt Platz für einen dritten.“ Lichte verließ das Unternehmen kurz darauf. Sein Nachfolger Massimo Frascella brachte Erfahrung aus seiner Zeit bei JLR mit, wo er maßgeblich am Design des Defender beteiligt war – was die Spekulationen weiter anheizte.

Nischenmodelle als Teil der Audi-Strategie

Auf den ersten Blick scheint ein volumenschwaches Sondermodell im Widerspruch zu Döllners erklärtem Ziel zu stehen, die Modellpalette zu straffen. Doch der Audi-Chef sieht darin keinen Gegensatz. Es funktioniere gut, im Kerngeschäft fokussierter zu werden und gleichzeitig einzelne Nischenmodelle zu pflegen, die der Markenbildung dienen und neue Ideen in die Serienprodukte einfließen lassen. „Das ist Teil unserer Strategie“, so Döllner. Und mit Blick auf einen möglichen Defender-Rivalen fügte er hinzu: „Geben Sie diesen Traum nicht auf.“

Frühere Überlegungen sahen eine Produktion in den USA vor, möglicherweise im neuen Werk der Volkswagen-Konzernschwester Scout in South Carolina. Angesichts der jüngsten US-Importzölle prüft Audi nun, ob eine lokale Fertigung sinnvoll wäre. „Auf Konzernebene diskutieren wir gerade, ob wir ein Audi-Werk in den USA haben sollten“, erklärte Döllner. Eine solche Entscheidung hänge jedoch von stabilen Zollbedingungen und weiteren regulatorischen Rahmenbedingungen ab.

Quelle: Autocar.co.uk – Audi boss hints at ‚rugged SUV‘ to rival G-Class and Defender

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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