1000 km Reichweite: Svolt berichtet von Fortschritten bei Festkörperakkus

1000 km Reichweite: Svolt berichtet von Fortschritten bei Festkörperakkus
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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 2 min

Der chinesische Batteriehersteller Svolt Energy, ein aufstrebendes Unternehmen und seit gut einem Jahr in der Top Ten der weltweit größten Zellproduzenten, spricht von Fortschritten bei der Entwicklung von Festkörperakkus. Die Zellen sollen eine Energiedichte von 350 bis 400 Wh/kg aufweisen und nun erfolgreich wichtige Tests bestanden haben, wie etwa Durchstich-Tests mit einem massiven Nagel sowie Hochtemperatur-Tests bei 200°C.

Bei den Zellen aus dem All-Solid-State-Batterielabor von Svolt Energy soll es sich um Chinas erste 20-Ah-Sulfid-Festkörper-Prototypenzellen handeln. Der Hersteller stellt für Batterien dieses Typs Elektroautos mit einer Reichweite von mehr als 1000 Kilometer in Aussicht. Die Entwicklung der Sulfidtechnologie sei „hart wie die Hölle“, so Svolt, aber auf einem gutem Weg zur Serienreife. Bisher hat das Unternehmen laut eigener Aussage 109 Patente im Bereich der Sulfid-Festkörperbatterien angemeldet.

Als verbesserte Version der aktuellen Lithium-Ionen-Technologie gelten Festkörperbatterien in Bezug auf Energiedichte, Ladegeschwindigkeit, Sicherheit, Lebensdauer und Wärmemanagement besser als Lithiumbatterien mit Flüssigelektrolyt und werden als die nächste Generation fortschrittlicher Batterietechnologie angesehen.

Mehrere Unternehmen arbeiten derzeit an der Entwicklung von Festkörperakkus und sprechen von ähnlich positiven Fortschritten. WeLion etwa arbeitet mit dem E-Auto-Hersteller Nio zusammen, um eine hybride Fest-Flüssig-Elektrolytbatterie mit einer Reichweite von 1000 Kilometern auf den Markt zu bringen. Im ET 7, dem Flaggschiffmodell der Chinesen, sei mit der neuen Technologie die Unterbringung einer Batterie mit einer Kapazität von 150 kWh möglich. In der ersten Hälfte des kommenden Jahres soll mit der Massenproduktion der neuen Zellen begonnen werden.

Neben Svolt Energy und WeLion teilte auch der u.a. von Volkswagen unterstützte Zellhersteller Gotion High-Tech mit, eine Fest-Flüssig-Elektrolytbatterie mit ähnlich hoher Energiedichte von 360 Wh/kg entwickelt zu haben. Gotion High-Tech will noch in diesem Jahr in die Massenproduktion starten.

Svolt kündigte vor einigen Wochen an, seine globale Produktionskapazität bis 2025 auf 600 GWh skalieren zu wollen. Unter anderem in Deutschland, im Saarland. Bis dahin ist allerdings noch ein weiter Weg: Denn im ersten Halbjahr 2022 verzeichnete Svolt laut Daten der China Automotive Power Battery Industry Innovation Alliance (CAPBIIA) eine installierte Leistung von 2,58 GWh und belegte damit den sechsten Platz unter den Herstellern von Batteriezellen in China.

Quelle: Gasgoo – SVOLT develops 20Ah sulfide-based solid-state prototype cells / CNEVPost – Svolt Energy develops solid-state battery cells that will allow vehicles to reach over 1,000 km range

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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