Weshalb der Plug-in-Hybrid-Boom bald enden könnte

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Daniel Krenzer
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Zuletzt hatten Plug-in-Hybride, also Verbrenner mit zusätzlichem Elektromotor und extern aufladbarem Akku, in den Zulassungsstatistiken in Deutschland ein starkes Plus zu verzeichnen. Zuletzt betrug der Anteil der Plug-in-Hybride gut zwölf Prozent aller Neuzulassungen und damit nur geringfügig weniger als der Anteil von Autos mit Dieselmotor. Doch die aktuell hohe Nachfrage hat auch mit regulatorischen Vorgaben zu tun – und könnte Anfang 2026 schlagartig enden.

Zuvor könnte es in den letzten drei Monaten des Jahres aber noch einmal steil bergauf gehen, stellt die Automobilwoche unter Berufung auf Einschätzungen von Dataforce fest. Hintergrund ist eine Änderung in der Regulatorik, die ab Januar greift. Der CO2-Wert des Fahrzeugs wird dann anders berechnet, was für viele aktuell beliebte Plug-in-Hybride eine deutliche Verschlechterung des Wertes zufolge haben wird. Bei Mittelklasse-Fahrzeugen etwa werde sich der Wert in etwa verdoppeln. Da ist es gerade für Flotten mit Blick auf die CO2-Bilanz des eigenen Fuhrparks interessant, neue Plug-in-Hybride noch in diesem Jahr neu zuzulassen.

Neue Regeln gelten ab Januar

Die Experten von Dataforce gehen daher davon aus, dass der Anteil der Plug-in-Hybride an allen Neuzulassungen bis Jahresende auf knapp 20 Prozent steigen dürfte. Das ist in etwa so hoch, wie zuletzt der Anteil neuer reiner Elektroautos in Deutschland war. Danach könnte es aber einen Einbruch geben, weil vorgezogene Anschaffungen dann in den ersten Monaten des neuen Jahres wegfallen dürften. Damit dürfte die Nachfrage nach den Teilzeitstromern wieder zurückgehen.

Allerdings gehen die Experten nicht davon aus, dass der Markt sehr stark einbrechen werde. Hierfür spricht ein anderer Grund: Dienstwagen, die als Plug-in-Hybrid mindestens 80 Kilometer reine elektrische Reichweite schaffen, schlagen nur mit dem halben geldwerten Vorteil zu Buche. Das ist besonders für diejenigen interessant, die eigentlich weiter Verbrenner fahren wollen, aber trotzdem den steuerlichen Vorteil mitnehmen möchten. Erfahrungsgemäß werden viele Plug-in-Hybride nie oder nur sehr selten mal geladen und verbrauchen in der Realität mitunter mehr Benzin, als wenn es reine Verbrenner wären – schließlich schleppen sie zusätzlichen Ballast mit sich herum.

Wer sich ernsthaft für die Elektromobilität interessiert, ist mit einem E-Auto besser beraten – hier beträgt der geldwerte Vorteil nur 25 Prozent.

Quelle: Automobilwoche – Plug-in-Hybride: Neue Regeln ab 2026 sorgen für Jahresendrallye

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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