Bei Porsche hat der Elektroantrieb inzwischen einen festen Platz im Absatz. Von den 51.025 Macan, die der Sportwagenhersteller zwischen Januar und September an Kund:innen übergeben hat, waren 23.029 vollelektrisch. Das entspricht rund 45 Prozent. Hinzu kommt der Cayenne Electric, der seit seiner Markteinführung im Sommer bereits 7002 Mal ausgeliefert wurde. Rechnet man die 8699 Taycan dazu, ergibt sich ein elektrisches Volumen von gut 38.700 Autos und damit gut ein Fünftel aller Auslieferungen.
Insgesamt lieferte die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG in den ersten neun Monaten weltweit mehr als 178.500 Autos aus. Im Vorjahreszeitraum waren es noch gut 212.500, was einem Rückgang von 16 Prozent entspricht. Das dritte Quartal hat an diesem Bild nichts verändert, denn bereits zur Jahresmitte lag das Minus auf identischem Niveau. Das Unternehmen verweist auf ein weiterhin herausforderndes Marktumfeld und hält an seiner wertorientierten Absatzsteuerung fest, die Angebot und Nachfrage in Balance halten soll.
Ein Teil des Rückgangs erklärt sich durch auslaufende Modelle. Der Macan mit Verbrennungsmotor kam noch auf 27.996 Auslieferungen, seine Produktion endete im Sommer. Für die gesamte Baureihe bedeutet das ein Minus von 21 Prozent. Deutlicher fällt der Einschnitt bei 718 Boxster und 718 Cayman aus: Mit 3291 Exemplaren lag das Ergebnis um 79 Prozent unter Vorjahr, nachdem die Fertigung bereits im Oktober des vergangenen Jahres eingestellt worden war.
Gegen den Trend entwickelte sich der 911. Die Modellreihe legte um zwölf Prozent auf 42.217 Auslieferungen zu. Über alle Baureihen hinweg blieb zudem die Nachfrage nach exklusiven und leistungsstarken Varianten hoch, GTS-, Turbo- und GT-Modelle stellten erneut einen großen Anteil am Gesamtabsatz. Matthias Becker, Vorstand für Vertrieb und Marketing, sieht darin einen Beleg für “die außergewöhnliche Attraktivität unserer Marke”. Käufer:innen entschieden sich nach seinen Worten “bewusst für die exklusiven und emotionalsten Ausprägungen unserer Sportwagen”.
Absatzstärkste Baureihe bleibt der Cayenne mit 59.586 ausgelieferten Exemplaren. Auch durch den Beitrag der elektrischen Variante bewegt sich die Reihe nur zwei Prozent unter Vorjahresniveau. Schwächer fiel die Bilanz beim Panamera aus, von dem 13.714 Autos an Kund:innen gingen (minus 35 Prozent). Der Taycan verbuchte im selben Zeitraum 8699 Auslieferungen (minus 31 Prozent).
Heimatmarkt hält sich, China bricht deutlich ein
Ein Blick auf die Regionen zeigt ein uneinheitliches Bild. Nordamerika bleibt mit 56.088 Auslieferungen der volumenstärkste Markt, verzeichnete jedoch einen Rückgang um 13 Prozent. Porsche führt das vor allem auf das Produktionsende der 718-Baureihe sowie auf einen starken Vorjahreszeitraum beim Macan Electric zurück. In Europa ohne Deutschland wurden 44.949 Autos übergeben, ein Minus von elf Prozent.
Vergleichsweise stabil zeigte sich der Heimatmarkt. Hierzulande sank die Zahl der Auslieferungen um sieben Prozent auf 20.954. Die Übersee- und Wachstumsmärkte kamen auf 35.048 Einheiten und lagen damit 19 Prozent unter dem Vorjahreswert. Auch dort spielten fehlende Angebote bei der Modellreihe 718 und beim Macan mit Verbrennungsmotor eine Rolle.
Besonders deutlich fällt das Minus in China aus. Dort wurden 21.493 Autos ausgeliefert, rund ein Drittel weniger als im Vorjahr. Laut Porsche bleibt das Marktumfeld unverändert anspruchsvoll, weshalb der Hersteller auch in China die langfristige Entwicklung der Marke über kurzfristige Volumenziele stellt.
An dieser Linie will das Unternehmen festhalten. Becker verweist auf die beim Capital Markets Day vorgestellte Strategie “Sportwagenschmiede ‘35”, mit der Porsche seinen Anspruch für die kommenden Jahre definiert habe und seiner Value-over-Volume-Strategie treu bleibe. Im Mittelpunkt stünden begehrliche Sportwagen, attraktive Derivate und ein weiter ausgebautes Individualisierungsangebot. “Dabei sind wir auf einem guten Weg”, so Becker.
Quelle: Porsche – Pressemitteilung








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