Deutsche Autobauer stecken 2026 tief in der Krise und die jüngste Gewinnwarnung von VW unterstreicht das noch einmal. Nach der Korrektur der Gewinnprognosen kursieren Gerüchte, dass bei Porsche 4.000 weitere Jobs wegfallen könnten, zusätzlich zu den bereits beschlossenen 5.000 Stellen. Auch das Handelsblatt hatte dies unter Berufung auf Unterlagen des VW-Aufsichtsrats berichtet.
Auslöser für diese neuerliche Unsicherheit war eben auch die Gewinnwarnung aus Wolfsburg, welche unter anderem mit einer 6-Milliarden-Euro-Wertberichtigung der Porsche-Beteiligung begründet worden war. Hintergrund des Gewinneinbruchs bei Porsche sind vor allem auch die gestiegenen US-Importzölle und ein anhaltender Absatzeinbruch in China.
Leiters reagiert mit klarem Dementi
Bereits am Montag hat der Porsche-Chef Michael Leiters jedoch klar auf die Gerüchte reagiert und den Bericht in einer internen Unternehmensveröffentlichung zurückgewiesen. „Der Abbau von weiteren 4.000 Stellen bei Porsche ist nicht geplant“, heißt es darin. „Unser Zukunftspaket basiert auf sorgfältig getroffenen und mit unseren Arbeitnehmervertretern verhandelten Entscheidungen. Es beläuft sich auf 5.000 Stellen, weder mehr noch weniger“.
Um diese Worte zu bekräftigen verweist er noch einmal darauf, dass die Planung der Porsche AG schließlich vom eigenen Aufsichtsrat bestätigt worden sei und man trotz Gewinnwarnung am Jahresausblick festhalten wolle: „Es gibt keine neue Prognose von Porsche, weder für das laufende Geschäftsjahr noch für unsere mittelfristige Ambition“
Porsche läuft bereits auf Sparkurs
Bereits Ende Juli war das im Betriebsrat verhandelte Zukunftspaket öffentlich geworden, laut welchem bis 2035 besagte 5.000 Stellenstreichungen anstehen. Diesem Abbau ging im Vorjahr bereits der Wegfall von 3.900 Jobs im Unternehmen voraus. Damit reagiert Porsche auf eine sich immer weiter zuspitzende wirtschaftliche Lage.
Im dritten Quartal 2025 war ein historischer Gewinneinbruch von 99 Prozent gemeldet worden. Das operative Ergebnis sank so von 4,035 Milliarden Euro auf nur noch 40 Millionen Euro. Dieser Einschnitt kann zu einem Teil auf die zusätzlichen Kosten durch die Transformation zur Elektromobilität zurückgeführt werden.
Für den 7. Oktober hat Leiters nun zum Kapitalmarkttag ins Entwicklungszentrum Weissach geladen. Dort wird es um die Neuausrichtung des Unternehmens gehen und Porsche wird seine neue Strategie „Sportwagenschmiede 2035“ vorstellen. Integraler Bestandteil davon soll wohl ein geringeres Fahrzeugvolumen bei gesicherter Profitabilität sein.
In Bezug auf den chinesischen Markt hatte Leiters hier bereits von „Liebhabervolumen“ gesprochen. Eine solche Planung mit geringeren Stückzahlen dürfte auch in den kommenden Jahren noch für einiges an Turbulenzen in der gesamten Wertschöpfungskette von Porsche sorgen. Trotz Leiters Dementi eines unmittelbaren weiteren Stellenabbaus bleibt die grundlegende Unsicherheit daher bestehen.
Quellen: Handelsblatt – VW hält bei Porsche weitere 4000 Stellen für entbehrlich / Reuters – Porsche CEO assures staff no further job cuts planned, according to memo / Porsche – Vorstand und Gesamtbetriebsrat der Porsche AG vereinbaren Zukunftspaket








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