VW veranschlagt 16 Milliarden Euro für Sparprogramm

VW veranschlagt 16 Milliarden Euro für Sparprogramm
Copyright:

Philip Lange / Shutterstock / 509899894

Arun Niemann
Arun Niemann
  —  Lesedauer 2 min

Der Aufsichtsrat von VW hat gerade erst ein historisches Sanierungspaket gebilligt, um den Konzern aus der Krise zu führen. Nun ist durch einen Insiderbericht erstmals bekannt geworden, wie viel dieser geplante Umbau von Volkswagen wirklich kosten soll. Gegenüber Reuters bezifferte eine mit der Angelegenheit betraute Person die Kosten auf 16 Milliarden Euro. Zuvor hatte der Spiegel bereits über die Summe berichtet.

Dabei entfällt mit 10 Milliarden Euro der Großteil der Kosten auf den geplanten weltweiten Stellenabbau. Global sollen so bis zu 60.000 Arbeitsplätze wegfallen. Für die möglichen Werksschließungen in Neckarsulm und Hannover veranschlagt das Unternehmen jeweils Kosten von 2 Milliarden Euro und für das schrittweise Auslaufen der Produktion in Emden und Zwickau fallen laut Quelle noch einmal jeweils 1 Milliarde Euro an Kosten an.

Der größte Konzernumbau in der Geschichte von VW

Der geplante Umbau wurde von Volkswagen selbst als sein bislang größtes Restrukturierungsvorhaben bezeichnet. Gründe seien vor allem ein „existenzieller Kampf“ gegen die chinesische Konkurrenz, die immer größer werdende Zolllast und die sich aus dem sinkenden Absatz ergebenden Überkapazitäten.

Der jüngst gebilligte Sanierungsplan sieht vor, zusätzlich zum bereits geplanten Abbau vier weitere deutsche Werke auf eine mögliche Schließung zu prüfen, da diesen in den kommenden Jahren die Modelle ausgehen werden. Außerdem soll die Belegschaft von VW um weitere 50.000 Stellen reduziert werden.

Dabei könnten diese Zahlen sogar noch einmal steigen. Schließlich ging aus bereits früher öffentlich gewordenen Papieren hervor, dass bis 2030 auch zusätzliche Stellenkürzungen aus Marken- und Gemeinkostenzielen geplant seien und die Gesamtzahl wegfallender Jobs insgesamt bis zu 110.000 betragen könnte.

Quelle: Reuters – Volkswagen earmarks €16 bln for job cuts, plant closures, source says

Worthy not set for this post

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Arun Niemann

Arun Niemann

Arun Niemann arbeitet nun seit 5 Jahren als Redakteur und Werbetexter und schreibt seit 2026 auch für Elektroauto-News.net. Dabei bringt ihn sein persönliches Interesse für makroökonomische Zusammenhänge und die bisherige redaktionelle Arbeit zu Finanz- und Wirtschaftsthemen, oft zu Beiträgen an der Schnittstelle zwischen Elektromobilität, Energiewende und Wirtschaft.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Volkswagen (VW) Elektroautos

VW ID. Polo GTI: Erster Elektro-GTI startet ab 39.995 Euro

VW ID. Polo GTI: Erster Elektro-GTI startet ab 39.995 Euro

Sebastian Henßler  —  

Volkswagen startet den Vorverkauf des ID. Polo GTI. Der erste elektrische GTI leistet 166 kW, kostet ab 39.995 Euro und bietet mehr Platz als der Verbrenner.

VW ID. Tiguan: Aus dem weichen ID.4 wird ein echtes SUV

VW ID. Tiguan: Aus dem weichen ID.4 wird ein echtes SUV

Sebastian Henßler  —  

Volkswagen zeigt den ID. Tiguan als Nachfolger von ID.4 und ID.5. Das neue Elektro-SUV kommt Anfang 2027 und soll preislich nah beim heutigen ID.4 bleiben.

VW-Vorstand Vollmer: Werke müssen künftig atmen können

VW-Vorstand Vollmer: Werke müssen künftig atmen können

Sebastian Henßler  —  

Volkswagen überträgt ein Prinzip aus China auf seine Werke: schlanke Fabriken, handlungsfähige Regionen und starke Zentralfunktionen etwa zur Werkbelegung.

Cariad vor drastischem Umbau: Bis zu 1600 Beschäftigte betroffen

Cariad vor drastischem Umbau: Bis zu 1600 Beschäftigte betroffen

Daniel Krenzer  —  

Volkswagens Softwaretochter Cariad steht vor einem tiefgreifenden Umbau. Rund 1600 Beschäftigte sind betroffen, weitere Stellen könnten wegfallen.

VW-Betriebsrat: Vertrauen in Blume weiter beschädigt

VW-Betriebsrat: Vertrauen in Blume weiter beschädigt

Sebastian Henßler  —  

Sparplan, Stellenabbau, ungewisse Werke: In dieser Lage sorgt ein Interview von VW-Chef Oliver Blume für scharfe Kritik bei IG Metall und Betriebsrat.

35-Stunden-Woche, Urlaub, Zulagen: Was VW jetzt neu verhandeln will

35-Stunden-Woche, Urlaub, Zulagen: Was VW jetzt neu verhandeln will

Daniel Krenzer  —  

Volkswagen hat mehrere Tarifverträge zum Jahresende gekündigt. Es geht um Arbeitszeit, Zulagen, Urlaub und weitere zentrale Arbeitsbedingungen.

VWs Powerco verschiebt Batterieproduktion in Kanada auf 2029

VWs Powerco verschiebt Batterieproduktion in Kanada auf 2029

Maria Glaser  —  

Die VW-Tochter verschiebt den Produktionsbeginn in St. Thomas um zwei Jahre, um sich damit an die Strategie des Volkswagen-Konzerns anzupassen.