Electra senkt Laden im Abo auf 34 Cent je kWh

Electra senkt Laden im Abo auf 34 Cent je kWh
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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Der Schnellladeanbieter Electra hat zum 18. Mai seine Tarifstruktur angepasst. Im Mittelpunkt steht das Abo-Modell „Electra+ Smart“: Die monatliche Grundgebühr sinkt von 9,99 auf 4,99 Euro, der Ladepreis von 0,39 auf 0,34 Euro pro Kilowattstunde. Laut Electra ist das der niedrigste kWh-Preis im Abo-Segment unter den öffentlichen Schnellladeangeboten in Deutschland.

Auch das zweite Abo-Modell „Electra+ Essential“ wird günstiger: Der Ladepreis fällt von 0,49 auf 0,44 Euro pro Kilowattstunde, die monatliche Grundgebühr von 1,99 Euro bleibt unverändert. Die Preise für Nutzer:innen ohne Abo ändern sich dagegen nicht: Wer über die Electra-App lädt, zahlt weiterhin 0,54 Euro pro Kilowattstunde; spontanes Laden per Kreditkarte kostet unverändert 0,69 Euro pro Kilowattstunde.

„Viele E-Autofahrer wünschen sich vor allem nachvollziehbare Preise und verlässliche Ladeinfrastruktur“, sagt Paul Tonini, Country Manager Deutschland von Electra. „Mit der Anpassung machen wir unser Abo-Modell deutlich zugänglicher. Wer regelmäßig öffentlich schnelllädt, kann damit einfacher von einem niedrigeren Kilowattstundenpreis profitieren.“

Die Tarifstruktur folgt einer klaren Staffelung: spontanes Laden ohne Registrierung, günstigeres Laden über die App und maximales Sparpotenzial über ein monatlich kündbares Abo. Das Prinzip ähnelt Modellen aus dem Mobilfunk oder dem Carsharing, bei denen regelmäßige Nutzung mit niedrigeren Grundpreisen belohnt wird. „E-Autofahrer laden sehr unterschiedlich: manche nur gelegentlich unterwegs, andere mehrmals im Monat an öffentlichen Schnellladestationen“, erklärt Tonini. „Deshalb braucht es Tarife, die zu diesem Nutzungsverhalten passen.“

Günstigere Konditionen auch für Österreich

Die neuen Konditionen gelten nicht nur in Deutschland. In Österreich greift Electra ab sofort dieselbe Tarifstruktur. Parallel dazu treibt das Unternehmen den Netzausbau voran: In Deutschland betreibt Electra aktuell 26 Stationen, 16 weitere befinden sich im Bau und sollen noch bis Ende des zweiten Quartals in Betrieb gehen. In Österreich entsteht unter anderem der nach Unternehmensangaben leistungsstärkste öffentliche Ladehub des Landes – in Völkermarkt an der A2.

In Frankreich und Belgien, wo Electra nach eigenen Angaben Marktführer bei Schnellladestationen ist, führt das Unternehmen zusätzlich dynamische Preise ein. Dabei verändert sich der Ladepreis je nach Tageszeit und Auslastung: In Nebenzeiten sinkt er in den Electra+-Tarifen sowie beim App-Preis um 10 Cent pro Kilowattstunde, zu stark nachgefragten Zeiten steigt er entsprechend. „Dynamische Preise sind vielen Nutzern bereits aus dem Alltag bekannt – unter anderem bei Stromtarifen“, so Tonini. „Beim Schnellladen können sie helfen, die Nachfrage besser zu steuern.“

Auslastung steuern, Wartezeiten reduzieren

Das Ziel des Preismodells ist eine gleichmäßigere Auslastung der vorhandenen Infrastruktur. Wer zeitlich flexibel ist, kann gezielt in Nebenzeiten laden und dabei günstiger wegkommen. Gleichzeitig sollen Preissignale dazu beitragen, stark frequentierte Zeitfenster zu entlasten und Wartezeiten an ausgelasteten Standorten zu verringern. In Deutschland liegt der Fokus derzeit noch auf Netzausbau und Markthochlauf – dynamische Preise sind hierzulande vorerst nicht geplant.

Quelle: Electra – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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