VW Nutzfahrzeuge treibt die Elektromobilität deutlich voran

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Volkswagen Nutzfahrzeuge

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Volkswagen Nutzfahrzeuge hat im vergangenen Jahr ein gemischtes, aber klar strukturiertes Bild seiner Geschäftsentwicklung gezeichnet. Insgesamt übergab die Marke 393.700 Fahrzeuge an Kund:innen. Rechnet man Nordamerika mit ein, wo der ID. Buzz erstmals in nennenswertem Umfang ausgeliefert wurde, stieg die Zahl auf 401.000 Einheiten. Trotz eines leichten Rückgangs beim Gesamtvolumen zeigt sich vor allem im Bereich der Elektromobilität eine deutliche Verschiebung, die den strategischen Kurs des Herstellers widerspiegelt.

Treiber dieser Entwicklung war der ID. Buzz, der seine weltweiten Auslieferungen gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelte. Besonders in Europa festigte der ID. Buzz seine Position im Segment der kompakten Elektro-Transporter. Auffällig ist dabei der hohe Anteil gewerblicher Nutzer: Rund 46 Prozent der ausgelieferten Modelle entfielen auf die Cargo-Variante. Auch in Nordamerika wuchs die Bedeutung, auch wenn dort der Markt für elektrische Transporter langsamer anläuft. In Nordamerika wurden trotz widriger Markt- und Zollbedingungen im zurückliegenden Jahr 7300 ID. Buzz übergeben, so dass insgesamt 60.700 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert wurden.

Parallel dazu entwickelte sich der Multivan positiv. Mit 38.700 ausgelieferten Autos verzeichnete das Modell sein bisher erfolgreichstes Jahr. Das Plus von 31 Prozent markiert einen Bestwert in der langen Geschichte der Baureihe. Technisch eng verwandt, ergänzten weitere 14.200 California-Modelle das Ergebnis. Beide stehen für den Ansatz, flexible Nutzungskonzepte mit zunehmend elektrifizierten Antrieben zu verbinden. Für die kommenden Jahre kündigte das Unternehmen umfassende technische Updates an, darunter neue Cockpit-Layouts und weiterentwickelte Antriebslösungen.

Während einzelne Baureihen zulegten, blieb das Bild bei der T-Baureihe insgesamt differenziert. Der neu eingeführte Transporter kam 2025 schrittweise in weiteren Märkten an und erreichte rund 71.200 Auslieferungen. Damit blieb das Ergebnis unter früheren Volumina, wird jedoch als solide Übergangsphase eingeordnet. Für 2026 ist eine deutliche Ausweitung geplant, mit 13 Karosserievarianten, elf Antriebsversionen sowie erstmals Plug-in-Hybrid– und vollelektrischen Allradoptionen. Ziel ist es, die Modellvielfalt stärker auf gewerbliche Anforderungen auszurichten.

Auch der Caddy bestätigte seine Rolle als stabiles Standbein. Mit 110.400 ausgelieferten Autos überschritt er erneut klar die Marke von 100.000 Einheiten. Seit 2025 wird der Caddy zusätzlich als Plug-in-Hybrid angeboten und ermöglicht rein elektrisches Fahren im Alltag. Damit adressiert das Modell sowohl private Nutzer als auch Unternehmen, die innerstädtische Einsätze elektrifizieren möchten.

Im oberen Nutzfahrzeugsegment setzte der Crafter seinen moderaten Wachstumskurs fort. 73.000 ausgelieferte Autos bedeuteten ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr. Ein wichtiger Schritt für die elektrische Zukunft wurde mit der Erweiterung des Werks im polnischen Września eingeleitet. Dort soll künftig die nächste Generation des e-Crafter gefertigt werden, um das elektrische Angebot nach oben abzurunden.

Insgesamt verdoppelte Volkswagen Nutzfahrzeuge 2025 die Zahl seiner vollelektrischen Autos auf 65.900 Einheiten inklusive Nordamerika. Der Anteil elektrischer Modelle lag damit bei 16,4 Prozent. Vertriebsvorstand Lars Krause sprach von einem Jahr mit „Herausforderungen, aber auch echten Highlights“ und verwies auf den kontinuierlichen Ausbau des elektrischen Portfolios.

Quelle: Volkswagen Nutzfahrzeuge – Pressemitteilung vom 15.01.2026

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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