13.672 Vorbestellungen für ID.BUZZ zu 55% aus Cargo-Bereich

13.672 Vorbestellungen für ID.BUZZ zu 55% aus Cargo-Bereich
Copyright ©

Bild: Volkswagen

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Monat für Monat scheint Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) mit neuen Rekorden hinsichtlich der eingegangenen Bestellungen für den VW ID.BUZZ glänzen zu wollen. Nicht einmal einen Monat nach der Bekanntgabe, dass die Grenze von 10.000 Vorbestellungen geknackt wurde, wurde nun bekannt, dass rund 12.500 Vorbestellungen vorliegen – so die Auskunft VWN gegenüber der Automobilwoche. Auf der IAA 2022 in Hannover konnte man erfahren, dass tatsächlich schon über 13.600 Vorbestellungen eingegangen sein. Der Großteil davon für den ID.BUZZ Cargo.

Carsten Intra, CEO von Volkswagen Nutzfahrzeuge, äußerte sich gegenüber der Automobilwoche dahingehend, dass durch die hohe Anzahl an Vorbestellungen die Lieferzeit bis Ende 1. Quartal 2023 beträgt. „Wir sind jetzt beim Liefertermin schon bei Ende des ersten Quartals, März oder April 2023“, so Intra. Dahingehend ordnet Intra auch die Produktionskapazität ein. So sei man für 2022 bereits ausverkauft. Die hohe Nachfrage habe VWN wohl selbst überrascht.

In diesem Zusammenhang spannend ist die Tatsache, dass in den Medien zwar von Vorbestellungen die Rede ist. Volkswagen Nutzfahrzeuge dies aber selbst als verbindliche Vorbestellung ansehe – und nicht um eine Reservierung gegen eine minimale Gebühr, die jederzeit widerrufen werden kann. Die ersten 6.000 ID.BUZZ, welche gefertigt werden, haben alle schon ihren Besitzer – in diesem Fall die Showrooms der Händler. Erst danach wird man die Kundenfahrzeuge ausliefern, wie der VWN-CEO zitiert wird. Die Auslieferung erster Kundenfahrzeuge sei für den November 2022 geplant.

Im Vorfeld der IAA 2022 gab VWN bekannt, dass der Cargo-Anteil bei den Vorbestellungen bei etwas unter 50 Prozent liege. Auf der IAA 2022 selbst war allerdings zu vernehmen, dass der Anteil über 50, teils bis an die 60 Prozent heranreiche. Der ID.BUZZ werde somit verstärkt aus dem Bereich der Unternehmen gefragt.  Aber auch diese müssen auf die Auslieferung warten. Aktuell werden rund 100 ID.BUZZ pro Tag gefertigt, bis Ende des Jahres wolle man dies auf 200 Einheiten am Tag hochfahren. „Und im nächsten Jahr werden wir das dann richtig hochfahren“, so Intra „Richtung 100.000 sollte es schon gehen.“ In Hannover sollen später bis zu 130.000 ID. Buzz pro Jahr gebaut werden.

Aufgrund der hohen Nachfrage werden bereits Gedanken zum Ausbau der Kapazität laut. So wolle man dies ins Auge fassen, peile aber auch den Absatz in neuen Märkten, wie etwa Japan, Thailand oder Malaysia und auch China an. Das VWN-Werk im polnischen Poznan „könnte vielleicht noch eine Rolle übernehmen. Aber andere Optionen prüfen wir derzeit nicht“. Die Aussage von Intra kommt einer Absage für eine ID.BUZZ-Produktion in den USA gleich.

Quelle: Automobilwoche – VWN erwägt Ausbau der ID-Buzz-Kapazität // IAA 2022 in Hannover

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.