VW ID.Up: Neuer Name für den 20.000-Euro-Stromer

VW ID.Up: Neuer Name für den 20.000-Euro-Stromer
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Volkswagen

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Rund 20.000 Euro soll der kleinste Elektro-Volkswagen künftig kosten, und genau darin liegt die eigentliche Nachricht hinter dem neuen Namen. Statt wie bisher als ID.1 firmiert das Einstiegsmodell nun als ID.Up, eine bewusste Anlehnung an den Up!, der zwölf Jahre lang unverändert im Programm stand und zwischen 2014 und 2023 bereits als e-Up! elektrisch zu haben war. Für Käufer:innen mit begrenztem Budget ist damit ein Fixpunkt gesetzt: Volkswagen will den Einstieg in die Elektromobilität wieder bezahlbar machen, in einem Marktsegment, das lange als unrentabel galt und erst durch chinesische Anbieter neuen Schwung bekommen hat, was wiederum europäische und koreanische Hersteller zusätzlich unter Zugzwang setzt.

Wochenlang war spekuliert worden, ob das Serienmodell den Namen Lupo oder die nüchterne Bezeichnung ID.1 tragen würde. Mit ID.Up entschied sich Volkswagen für die Variante mit dem stärkeren Bezug zur eigenen Markengeschichte. Optisch orientiert sich das Modell an der Studie ID.Every1, folgt also klaren Formen und einem kompakten Grundriss. Mit 3,88 Metern Länge fällt der ID.Up rund 28 Zentimeter länger aus als der ursprüngliche Up!, was vor allem der komplett neu entwickelten Elektroarchitektur geschuldet ist.

Die Weltpremiere ist für die IAA Mobility im September 2027 in München terminiert, wo Volkswagen auch weitere Details zur technischen Basis liefern dürfte. Diese Basis entsteht unter anderem im Rahmen einer Kooperation mit Rivian, die ein Volumen von bis zu 5,8 Milliarden US-Dollar erreichen kann, umgerechnet knapp fünf Milliarden Euro. Ziel der Partnerschaft ist eine Software-Architektur mit weniger Steuergeräten und reduzierter Verkabelung. Der ID.Up soll von dieser Technik profitieren, doch die eigentliche Herausforderung bleibt die Kalkulation: Der Wagen muss deutlich unterhalb des ID. Polo positioniert werden.

Ein Auftrag mit fester Preisvorgabe

Wie stark Volkswagen dabei auf vorhandene Bauteile setzt, machte Vorstandsmitglied Martin Sander deutlich: „Der ID.Every1 nutzt sämtliche Komponenten anderer Produkte der Plattform. Ohne den Rückgriff auf unsere Plattform, gemeint ist die MEB+ mit Frontantrieb, hätten wir ein Fahrzeug wie den ID.Every1 nie allein bauen können. Das würde nicht funktionieren, aber wir brauchen alle verfügbaren Komponenten.“ Entwicklungschef Kai Grunitz beschrieb den Auftrag entsprechend konkret: „Martin Sander kam zu mir und sagte, er brauche ein Einstiegsmodell, das er für 20.000 Euro verkaufen und damit Gewinn erzielen wolle.“

Anderthalb Jahre habe allein die Konzeptentwicklung in Anspruch genommen, so Grunitz weiter: „Ausgangspunkt war das Konzept ID.2, der ID.Every1 ist bis zur A-Säule nahezu identisch, lediglich der Motor unterscheidet sich.“ Für den Antrieb ist eine LFP-Batterie mit weniger als 40 Kilowattstunden Kapazität vorgesehen, während die Hinterachse vom ID. Polo übernommen wird, um weitere Entwicklungskosten zu sparen. Trotz dieser Sparmaßnahmen soll sich der ID.Up nach Grunitz‘ Worten „weiterhin wie ein Volkswagen anfühlen“.

Wenn das Modell tatsächlich zu Preisen um 20.000 Euro startet, trifft es auf ein Umfeld, das sich in den vergangenen Jahren deutlich verdichtet hat. Der elektrische Renault Twingo positioniert sich bereits unterhalb von 21.000 Euro, hinzu kommen der Leapmotor T03 und der Citroën ë-C3, die beide zu den etablierten Optionen für preisbewusste Käufer:innen zählen. Der kleinste Volkswagen der Elektro-Ära muss sich also von Beginn an in einem Segment behaupten, das längst nicht mehr auf ihn gewartet hat.

Quelle: motor.es – El eléctrico de 20.000 euros de Volkswagen ya tiene nombre definitivo, y es uno que te suena de sobra

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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