VW setzt auf E-Offensive trotz Nachfrageschwäche

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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
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Volkswagen hat sich trotz der Preissenkungen einiger Wettbewerber dazu entschlossen, seine Elektroautopreise stabil zu halten. Dieser Schritt erfolgt im Zuge der Bemühungen des Unternehmens, seine Margen zu stabilisieren, nachdem die Gewinne im letzten Quartal durch ungünstige Rohstoffpreisspekulationen beeinflusst wurden.

Das Unternehmen hat ein Sparprogramm ins Leben gerufen, das Einsparungen von 10 Milliarden Euro bei seiner Haupt-PKW-Marke anstrebt. Obwohl es Verzögerungen bei der Umsetzung dieses Programms gibt, hat Arno Antlitz, der Finanzvorstand von Volkswagen, bestätigt, dass einige der geplanten Maßnahmen bereits in die Wege geleitet wurden. „Die Kommunikation wird erfolgen, sobald die Maßnahmen umgesetzt sind. Eine geringfügige Verzögerung sollte uns nicht beunruhigen“, betonte Antlitz.

In einer kürzlichen Erklärung bestätigte das Unternehmen die vorläufigen Ergebnisse des dritten Quartals, die eine Anpassung seiner Gewinnmargenprognose für das laufende Jahr zeigten. Antlitz äußerte sich dazu: „Die Rentabilität im dritten Quartal entsprach nicht unseren Erwartungen.“ Volkswagen hat zudem darauf hingewiesen, dass die Nachfrage nach Elektroautos nicht so stark wächst, wie ursprünglich erwartet. Trotzdem verzeichnete das Unternehmen im dritten Quartal einen langsamen Anstieg der Bestellungen, und Antlitz ist zuversichtlich, dass dieser Trend in den kommenden Monaten anhalten wird.

Die Elektrifizierungsstrategie von Volkswagen zeigt positive Ergebnisse. Die Auslieferungen von batterieelektrischen Fahrzeugen stiegen in den ersten neun Monaten um 45 Prozent auf 531.500 Einheiten. Insbesondere in Europa, den USA und China verzeichnete das Unternehmen signifikante Zuwächse bei den Auslieferungen von E-Autos.

In China, einem Markt, in dem Volkswagen traditionell stark vertreten ist, könnte das Unternehmen in den nächsten Jahren Marktanteile bei batteriebetriebenen Elektroautos verlieren. Dies wird so lange der Fall sein, bis die beiden Modelle, die in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Unternehmen Xpeng entwickelt werden, auf den Markt kommen.

Die jüngsten Zahlen von Volkswagen zeigen einen Umsatz von 78,8 Milliarden Euro im dritten Quartal, wobei der Betriebsgewinn um 14 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro anstieg. Das Unternehmen bleibt bei seiner Prognose, in diesem Jahr zwischen 9 und 9,5 Millionen Fahrzeuge auszuliefern und erwartet, dass der Gruppenumsatz 10 Prozent bis 15 Prozent höher ausfallen wird als im Vorjahr.

Ein weiterer Schritt in Richtung Elektrifizierung ist die Partnerschaft zwischen dem Batteriehersteller PowerCo von Volkswagen und dem belgischen Materialtechnologie-Unternehmen Umicore. Das Joint Venture namens Ionway plant die Produktion von Kathodenmaterial in einer Fabrik in Nysa, Polen. Bis zum Ende des Jahrzehnts wollen die Partner Kathoden- und Vormaterial für 160 Gigawattstunden Zellkapazität pro Jahr produzieren. Das entspricht einer jährlichen Produktionskapazität, die für rund 2,2 Millionen vollelektrische Fahrzeuge ausreicht.

Abschließend hat Volkswagen die strategische Planung für seine Produktionsstandorte in verschiedenen europäischen Städten abgeschlossen. Dies gibt den Standorten eine klare Ausrichtung für die kommenden Jahre. Alle Marken des Konzerns haben zudem Performance-Programme ins Leben gerufen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und auf Marktveränderungen reagieren zu können

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 26.10.2023 // Reuters – Volkswagen sticks to EV targets, pricing despite knock to demand

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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