VW: Elektro-Golf aus Wolfsburg – Trinity-Modell aus Zwickau

VW: Elektro-Golf aus Wolfsburg – Trinity-Modell aus Zwickau
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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Volkswagen bereitet seine deutschen Produktionsstätten für die Zukunft vor. Heute informierte der Vorstand des Volkswagen-Konzerns den Aufsichtsrat über die geplanten Maßnahmen bis 2028. Durch diese Neuausrichtung zielt das Unternehmen darauf ab, seine Standorte optimal auszulasten und ihnen eine klare Perspektive für die kommenden Jahre zu geben. Diese Entscheidungen sind ein entscheidender Teil des ACCELERATE forward | Road to 6.5 Performance-Programms.

Thomas Schäfer, CEO von Volkswagen, erläuterte die Beweggründe: „Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen und der Transformation unserer Branche ist es unerlässlich, unsere Produktionsstandorte und den Volkswagen-Produktionsverbund in Deutschland zukunftssicher zu machen. Diese neu festgelegte Werksaufteilung trägt wesentlich dazu bei, Volkswagen als starke und wettbewerbsfähige Marke zu positionieren.“

Die Pläne für das Werk Wolfsburg sind besonders hervorzuheben. Neben dem 2023 startenden ID.3 wird hier ab 2026 ein vollelektrisches SUV im A-Segment produziert. Zusammen mit dem beliebten Golf, den es künftig wieder als Elektroauto geben soll, und dem kürzlich aktualisierten Tiguan soll so eine konstante Auslastung des Hauptwerks gewährleistet werden. Zusätzlich wird ab 2025 der Tiguan Allspace-Nachfolger in Wolfsburg gefertigt.

Christian Vollmer, Produktionsvorstand von Volkswagen, betonte die Vorteile der Elektromobilität und sagte: „Der Wechsel zur Elektromobilität bietet uns die Gelegenheit, die Produktion zu vereinfachen und unsere Werke effizienter zu gestalten. Wenn Fahrzeuge auf derselben technischen Basis aufbauen, fassen wir diese in unseren Werken zusammen. Dadurch vermeiden wir unnötige Investitionen in verschiedene Fahrzeugplattformen und konzentrieren uns darauf, mehrere Modelle auf einer einzigen Plattform zu produzieren.“

Ein weiteres Produktionsgebäude in Wolfsburg Warmenau wurde als unnötig erachtet. Stattdessen werden neue elektrifizierte Modelle, basierend auf der in den späten 2020er-Jahren startenden SSP-Plattform (Scalable Systems Platform), in das Hauptwerk integriert. Interessanterweise wird auch der Golf auf dieser Plattform in eine elektrifizierte Zukunft überführt. Das bisher für Wolfsburg geplante Trinity-Projekt wird nach aktuellem Stand in Zwickau realisiert.

Daniela Cavallo, Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats von Volkswagen, hob die gemeinsame Anstrengung von Management und Belegschaft hervor: „Mit den getroffenen Entscheidungen sichern wir die Zukunft unserer deutschen Produktionsstätten. Trotz herausfordernder Zeiten demonstrieren Unternehmen und Betriebsrat einmal mehr, dass sie in der Lage sind, gemeinsam nachhaltige Lösungen zu erarbeiten, die sowohl wirtschaftliche Effizienz als auch klare Perspektiven für unsere Mitarbeiter bieten.“

In Osnabrück setzt Volkswagen darauf, die Zusammenarbeit mit Porsche fortzuführen. Dies erfolgt zusätzlich zur Produktion der aktuellen Volkswagen-Modelle Arteon und T-Roc Cabriolet. Für alle anderen Volkswagen-Standorte in Deutschland und international bleibt es bei der bisher festgelegten Planung.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 29.09.2023

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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