Volvo wird wohl Volta-Batterielieferanten übernehmen

Volvo wird wohl Volta-Batterielieferanten übernehmen
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Volvo Trucks

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Der Batteriehersteller Proterra befindet sich in den USA in einem freiwilligen Konkursverfahren, nachdem der vorgesehene Großabnehmer Volta Trucks seinerseits insolvent ist und ein entsprechendes Verfahren eröffnet hat. Laut einer Pressemitteilung wurde nun der Volvo-Konzern als erfolgreicher Bieter in einer Auktion für das Geschäft und die Vermögenswerte des Geschäftsbereichs Proterra Powered zu einem Kaufpreis von 210 Millionen US-Dollar ausgewählt.

Die Transaktion zwischen Proterra Inc. und Proterra Operating Company als Verkäufer und Volvo stehe unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Konkursgericht in den USA. Darüber hinaus unterliege der Abschluss der Transaktion, der für Anfang 2024 erwartet wird, der Fusionsgenehmigung und bestimmten anderen Bedingungen, heißt es ferner.

Quasi kein Einfluss auf Volvo-Finanzen

Zu den zu erwerbenden Vermögenswerten gehören demnach ein Entwicklungszentrum für Batteriemodule und -packs in Kalifornien und ein Montagewerk in South Carolina. Mit dieser Akquisition werde die Volvo Group ihren derzeitigen Fahrplan für batterieelektrische Fahrzeuge ergänzen und ihre künftige Entwicklung beschleunigen. Die Transaktion habe keinen wesentlichen Einfluss auf die finanzielle Performance der Volvo Group.

Volta Trucks hatte zuletzt zwar Vorbestellungen von insgesamt 6500 E-Lkw bekanntgegeben. Diese Vorbestellungen bezogen sich jedoch auf alle Märkte und auch auf zukünftige Modelle, die derzeit noch gar nicht gebaut werden können. Offenbar floss dafür jedoch noch nicht genug Geld, dass sich eine Insolvenz hätte vermeiden lassen.

Partner und Erstinvestor bei Volta

Zu den Investoren zählten unter anderem Luxor Capital. Auch der ursprüngliche Seed-Investor des Unternehmens und Teilnehmer an der Serie-A-Runde, Byggmästare Anders J Ahlström aus Stockholm,hatte zwischenzeitlich seine Investition in Volta Trucks aufgestockt. Zu ihnen gesellte sich vor zwei Jahren auch der strategische Partner und Erstinvestor Proterra, der als Batterielieferant für den Volta Zero ausgewählt worden war – und nun offenbar durch die Probleme beim E-Lkw-Hersteller selbst in Handlungszwänge kam.

Da scheint Volvo Trucks der ideale Partner fürs wirtschaftliche  Überleben zu sein. Volvo will in Europa eine komplette Modellreihe elektrisch angetriebener Lkw von 16 bis 44 Tonnen anbieten. Die Entwicklung von Volvo Trucks in Richtung Elektrifizierung ist als großer Schritt auf dem Weg zu einem Transportwesen ohne fossile Energieträger zu werten. Das schwedische Unternehmen plant, bis 2030 die Hälfte des Umsatzes mit elektrischen Lkw zu machen und ab 2040 bei allen Modellen gänzlich auf fossile Kraftstoffe zu verzichten.

Quelle: Volvo – Pressemitteilung vom 10. November 2023

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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