Volvo EX90: Technik des E-SUV im Fokus

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Stefan Grundhoff
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Volvo will mit seinem EX90 die internationale SUV-Luxusklasse aufmischen. Der Makel der Vierzylinder beim aktuellen XC90 sind vergessen, denn das neue Topmodell der Schweden ist allein als Elektroversion verfügbar.

Wer es besonders edel möchte, der entscheidet sich für die Excellence-Version des neuen Volvo EX90, die zunächst jedoch allein in China verfügbar sein wird. Dann sorgt eine Einzelsitzanlage für besonders viel Komfort in der zweiten Reihe. Etwas überraschend: Eine Version mit langem Radstand bleibt zumindest zunächst selbst in China außen vor. 5,04 Meter Länge sind im Segment der luxuriösen SUV mittlerweile eher die untere Grenze und dabei hat der Schwede mit seinem Elektroantrieb doch nun erstmals die Chance, ernsthaft gegen prestigeträchtige Konkurrenten wie BMW X7, Mercedes GLS / EQS SUV oder Cadillac Escalade anzutreten.

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Doch nicht nur mit der chinesischen Einzelsitzanlage lässt es sich dank des 2,98 Meter langen Radstandes bequem reisen. Während die Konkurrenz jedoch auch die Sitze in der zweiten Reihe vielfältig elektrisch verstellen lässt, geht es mit manuellen Verstellungen und eine Kombination aus Sitzheizung und getrennter Klimaregelung in Europa bodenständiger zu. Ärgerlicher dürfte für viele Kunden dagegen sein, dass der an sich sehr luxuriöse Volvo EX90 nicht mit einer edlen Lederausstattung zu bekommen ist, die die Konkurrenz zumeist in verschiedenen Qualitäten anbietet. Im EX90 sitzt man dagegen auf einer Wollmischung oder Vinyl, das aus Kunststoffflaschen und Kork entstanden ist. In der Excellence-Version gibt es neben der Sitzheizung auch eine mehrstufige Massagefunktion, die über ein Touchpanel in der Mittelkonsole gesteuert werden. Von hier kann auch der China so wichtige Duftspender aktiviert werden. Zwischen den beiden Sitzen befindet sich ein Kühlfach für Getränke.

So edel und so bequem, wie man es erwartet

Im Europa-Modell hat der Kunde die Wahl zwischen fünf, sechs oder sieben Sitzplätzen. In allen Versionen präsentiert sich der große Volvo so edel und so bequem, wie man es erwartet. Empfehlenswert ist jedoch der Sechssitzer, mit Einzelsitzen in der zweiten Reihe, denn drei Erwachsene dürften ohnehin nur selten in den Fond klettern wollen.

Das Innenraumdesign ist zurückgenommen und so gibt es hinter dem Lenkrad eine schmale Instrumenteneinheit nebst Head-up-Display, während die zentralen Bedienfunktionen über einen 14,5 Zoll großen Hochkant-Bildschirm gesteuert werden. Der Klang des Soundsystems tönt nicht allein aus den Boxen in Türen und Armaturenbrett oder Säulen, auch in den vier Kopfstützen sind Klangkörper eingelassen. Der EX90 ist wahlweise mit einem Standardfahrwerk oder einem aktiven Fahrwerk mit variabler Luftfederung ausgestattet, die sich Fahrprogrammen, Geschwindigkeit und Untergrund anpasst.

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Einmal mehr steht der Antrieb bei Volvo mehr im Hintergrund als bei der Konkurrenz. So hat der Kunde je nach Version nicht nur die Wahl zwischen vier, fünf, sechs oder sieben Sitzplätzen, sondern auch verschiedenen Motorvarianten. Die meisten Kunden dürften sich zumindest in Europa für den Einsteiger mit 300 kW / 408 PS / 770 Nm maximales Drehmoment entscheiden. An beiden Achsen arbeiten permanent-erregte Synchronmaschinen, wobei an der Hinterachse ein Torque-Verctoring-Modul für besonders agile Kurvenfahrten sorgen soll.

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Die Topversion leistet als besonders leistungsstarker Allradler 380 kW (517 PS) und 910 Nm Drehmoment. Speziell mit Blick auf den chinesischen Markt gibt es den Volvo EX90 auch als Einsteiger mit einem 205 kW (279 PS) und 490 Nm starken Elektromotor an der Hinterachse, der bereits bei 160 km/h abgeregelt wird. Dieser 2,6 Tonnen schwere SUV verfügt über einen 104-kWh-Akku, während die Allradler ihre Energie aus einer 111-kWh-Batterie schöpfen, die bei allen Versionen für rund 600 Kilometer reichen soll. Die Ladegeschwindigkeit: 235 kW beim Single-Motor-EX90 und 250 kW bei den stärkeren Allradversionen.

Bei normaler Fahrt werden auch die knapp 2,8 Tonnen schweren Allradversionen des EX90 zumeist allein über die Vorderachse angetrieben. Nur bei Bedarf kommt der Elektromotor an der Hinterachse dazu, indem eine elektrische Kupplung geschlossen wird. Bei der Höchstgeschwindigkeit bleibt Volvo seiner Linie treu und ist mit abgeregelten 180 km/h deutlich langsamer als alle Konkurrenten, die zwischen 200 und über 250 km/h schnell sind. Die Zuglast der Allradler: 2200 Kilogramm. Das Ladevolumen des Schweden liegt je nach Sitzkonfiguration zwischen 324 und 1955 Litern, während in dem knapp 50 Liter großen Ladeabteil unter der Fronthaube auch mehr als die Ladekabel Platz finden.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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