Volkswagen und Autohandel fordern ebenfalls Kaufprämien für umweltfreundliche Pkw

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
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In der Debatte über mögliche Maßnahmen zur Stärkung des Autohandels nach der Corona-Krise verlangen nun auch der Volkswagen-Konzern sowie der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) nach Kaufprämien für Neuwagen, mit einem Fokus auf umweltfreundliche Fahrzeuge. Dem Spiegel zufolge macht sich VW für ein „breit angelegtes staatliches Wirtschaftsprogramm“ stark, unter anderem mit einer Umtauschaktion für ältere Autos.

Laut VW sind in Deutschland noch gut fünf Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge unterwegs, die Emissionen entsprechend der veralteten Abgasnorm Euro 3 ausstoßen oder sogar noch älter sind. Um diesen Altbestand zu erneuern, schlägt VW eine Umtauschaktion vor, bei der die Prämie nach dem CO2-Ausstoß ermittelt wird. Je weniger Schadstoffe das Neufahrzeug verursacht, desto höher soll der Zuschuss sein.

VW verfolgt damit einen ähnlichen Ansatz wie viele andere Vertreter aus Wirtschaft und Politik. BMW-Chef Oliver Zipse forderte eine „Innovationsprämie, mit der der Umstieg auf „klimaschonende Technologien“ beschleunigt werden könnte. Auch der Chef des Zulieferers Continental, Elmar Degenhart, sprach sich in einem Interview mit dem Spiegel für „Prämien für den Umtausch von Altfahrzeugen“ aus. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) schlug vor, „die Prämie von 6000 Euro beim Kauf eines Elektroautos befristet aufstocken oder gar Anreize für den Kauf modernster Benziner und Diesel zu setzen“, der in der Förderung alternativer Antriebe gleich zwei Vorteile sieht: Dies sei einerseits ein Post-Corona Konjunkturprogramm, das gleichzeitig dem Klimaschutz diene.

Thomas Peckruhn, Sprecher der Markenhändler und Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), fordert ebenfalls eine Förderung alternativer Antriebstechnologien: „Extrem wichtig wären jetzt zusätzliche Kaufprämien für Elektro- und Hybridautos und für Verbrenner mit der neuesten Schadstoffnorm“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Außerdem sollen die derzeit — wenn überhaupt — oft nur eingeschränkt geöffneten Zulassungsstellen möglichst bald wieder ihren normalen Betrieb aufnehmen, mahnte der ZDK-Vize. „Was nützt mir ein neues Auto, wenn ich es nicht zulassen kann?

Quelle: Der Spiegel — Coronakrise: Volkswagen fordert Konjunkturprogramm // Automobilwoche — Kaufprämien und Öffnung der Zulassungsstellen: Autohändler hoffen auf Unterstützung

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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