Deutschland und Kanada schließen Auto- und Mobilitätspakt

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Michael Neißendorfer
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Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche und die kanadische Ministerin für Industrie Mélanie Joly haben Anfang der Woche eine Gemeinsame Absichtserklärung zur Vertiefung des Dialogs und der Kooperation im Bereich Automobil und Mobilität unterzeichnet.

Die Erklärung zwischen dem Department of Industry of Canada und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstreicht die strategische Bedeutung der Automobil- und Mobilitätssektoren für wirtschaftliche Sicherheit, Resilienz und Wachstum in beiden Ländern. Ziel ist es, die industrielle Basis zu stärken, Lieferketten zu diversifizieren und zu stabilisieren sowie die Einführung emissionsfreier und emissionsarmer Fahrzeuge weiter zu beschleunigen. Bereits heute sichern deutsche Automobilunternehmen mit ihren Tochtergesellschaften rund 15.000 hochwertige Arbeitsplätze in Kanada, so das Wirtschaftsministerium in einer aktuellen Mitteilung.

„Stärken bündeln. Lieferketten sichern. Zukunftstechnologien fördern – diesem Dreiklang verschreiben sich Deutschland und Kanada. Die geopolitischen Herausforderungen unserer Zeit verlangen eine strategische Antwort“, so Bundeswirtschaftsministerin Reiche. „Wir setzen gemeinsam ein klares Zeichen: Für wirtschaftliche Sicherheit, für technologische Souveränität und für neue Wachstumsimpulse auf beiden Seiten des Atlantiks.“

Die kanadische Ministerin für Industrie Mélanie Joly: „Kanada ist eine stolze Autonation mit Arbeitern der Weltklasse, Spitzeninnovationen und Fahrzeugen, die zu den Besten überhaupt gehören. Durch diese Gemeinsame Erklärung stärken Kanada und Deutschland ihre Zusammenarbeit im Bereich der Elektro-und Wasserstoffmobilität, bringen Partnerschaften in den Bereichen Batterien und kritische Rohstoffe voran und holen große Investitionen in Kommunen im ganzen Land.“ Diese Vereinbarung soll demnach das Wachstum und die Modernisierung der kanadischen Automobilindustrie fördern und gute Arbeitsplätze schaffen.

Die Vereinbarung sieht vor, die industrielle Zusammenarbeit gezielt auszubauen – insbesondere beim Austausch zur sektoralen Entwicklung, bei der Erweiterung des bilateralen Automobilhandels sowie beim Ausbau von Batterie- und Wasserstoffmobilität. Zudem soll der Dialog zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Industrieverbänden beider Länder intensiviert werden. Zur Umsetzung soll eine „Gemeinsame Kooperationsgruppe Automobil und Mobilität“ eingerichtet werden.

Mit der Absichtserklärung wollen Kanada und Deutschland ein klares Zeichen setzen für eine engere Partnerschaft in zentralen Zukunftsindustrien. Sie bekräftigen ihren Willen, geopolitischen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit nachhaltig zu stärken.

Quelle: Bundeswirtschaftsministerin – Pressemitteilung vom 23.02.2026

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Michael Neißendorfer

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Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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